Review: Barry Gibb & Friends – GREENFIELDS: THE GIBB BROTHERS’SONGBOOK VOL. 1

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Review: Barry Gibb & Friends – GREENFIELDS: THE GIBB BROTHERS’SONGBOOK VOL. 1

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Bee Gees classics revisited: ein Dutzend Ohrwürmer für die Ewigkeit im Gespann mit Nashville-Größe…

Seine tiefe Neigung für Country und Bluegrass demonstrierte Barry Gibb schon früh. Auf der Doppel­LP ODESSA (1969) zelebrierte der älteste Gibb-­Bruder seine Affinität u. a. in ›Marley Purt Drive‹. Als er sich im Dezember gleichen Jahres vorerst von den Bee Gees trennte, um ein nie erschienenes Soloalbum namens THE KID’S NO GOOD in Angriff zu nehmen, erklang nicht nur die Vorab-­Single ›I’ll Kiss Your Memory‹ ebenfalls im Country­-Gewand. Weiteres countryes­kes Material folgte nach der Bee-­Gees­-Reunion 1970. Nun mehr in seinem 75. Erdenjahr, greift der letzte Überlebende der vier Gibb­-Brüder in seinem dritten Solowerk GREENFIELDS: THE GIBB BROTHERS SONGBOOK VOL. 1 (den Soundtrack HAWKS von 1988 nicht mitgezählt) einmal mehr auf das favorisierte Genre zurück.

Produziert von Grammy­-Gewinner Dave Cobb in den RCA Studios von Nashville, vereint sich hier der einstige Mädchenschwarm auf exakt einem Dutzend hin­länglich bekannter Bee-­Gees­-Hymnen mit hierzu­lande mehr oder minder bekannten Vertretern des Nashville­-Sounds. Bis auf die superbe Auskopplung ›Words Of A Fool‹, ursprünglich 1986 angedacht für ein nicht realisiertes Soloprojekt von Barry Gibb und nun mehr im Duett mit Jason Isbell (Ex­-Drive­-By­-Truckers), entstammen die restlichen elf Tracks allesamt aus den 60ern und 70ern. In subtilen Arrangements ließ sich nicht nur ›I’ve Gotta Get A Message To You‹ mit Nicole Kidmans Ehegatten Keith Urban, sondern auch ›How Can You Mend A Broken Heart‹ mit Sheryl Crow, ›Rest Your Love On Me‹ mit Olivia Newton­ John, ›Run To Me‹ mit Brandi Carlile und ›Too Much Heaven‹ mit Alison Krauss realisieren.

Ausgezeichnet bei Stimme zeigt sich Barry Gibb auch im Gespann mit der Band Little Big Town: ›Lonely Days‹ büßt ebenso wenig etwas von seiner ursprünglichen Magie wie die zweite Nummer mit der Kleinen Großen Stadt feat. Singer­-Songwriter Tommy Emmanuel, ›How Deep Is Your Love‹. Einer Wiedervereinigung mit Country-­Queen Dolly Parton entsprang ›Words‹. Ausgezeichnet auch die beiden Songs mit der ein­zigen Rockgröße im Projekt, Jay Buchanan, Frontmann der Rival Sons: ›To Love Somebody‹ sowie das im Trio mit Miranda Lambert verab­reichte ›Jive Talkin’‹. Als älteste Komposition erweist sich das mit Gillian Welch und David Rawlings entstandene ›Butterfly‹, komponiert noch in der Frühzeit von Barry, Robin und Maurice Gibb in Australien.

Barry Gibb & Friends, GREENFIELDS: THE GIBB BROTHERS’SONGBOOK VOL. 1, CAPITOL/UNIVERSAL

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