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    Plattensammler: Tobias Forge (Ghost)

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    Plattensammler: Tobias Forge (Ghost)

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    Wir lassen uns nicht in die Irre führen! Beim Treffen mit dem Ghost-Sänger (ohne Maskierung), der bis vor Kurzem nur als seine Bühnenfigur Papa Emeritus III. auf­trat, behauptete er, einer seiner ver­mummten Ghouls zu sein. Doch nein, es war der Chef und Frontmann der schwedischen Okkult-Sensation To­­bias Forge persönlich, der uns mit „offenem Visier“ verriet, welche Alben sein Leben prägten und ihn schließlich zu einer Grammy-Aus­zeichnung führen sollten.

    KISS – LOVE GUN (1977)
    Das war das erste Album, das ich in meinem Leben besaß. Das war meine eigene Platte! Ich bekam sie, als ich drei oder vier Jahre alt war von meinem großen Bruder, der meinte: „Dir wird das vermutlich besser gefallen als mir.“ Und ja, so war es auch! Sie ist aus zwei Gründen von so großer Bedeutung für mich: A) LOVE GUN ist einfach ein wirklich gutes Album. B) Bis heute besitzt sie große Relevanz in meinem Leben. Von dem Zeitpunkt, an dem ich sie bekam, bis heute ist so viel passiert, doch eigentlich hat sich nichts verändert. Ich meine, schau mal, wie sie damals aussahen und dann vergleiche das mit dem, was wir machen. Und wir spielen auch nur Rock‘n‘Roll – wie sie.

    GUNS N‘ ROSES – APPETITE FOR DESTRUCTION (1987)
    All dieses andere Glam-Zeug aus den 80ern hasse ich total! Das hier ist etwas besseres. Schon mit sieben Jahren war mir das klar. Ich hörte ›Paradise City‹ im Radio und rief sofort bei meinem Bruder an, der gerade bei uns ausgezogen war. Ich sang ihm vor, was ich verstanden hatte, und er meinte nur: „Ach, das sind Guns N‘ Roses!“ Da waren sie! Bäääm! Guns N‘ Roses! Sie sind die coolste Band der Welt! Noch bevor ich Englisch konnte, kaufte ich mir den Metal Hammer wegen der Poster und der Bilder. Damals gab es eine Sonderausgabe, die zur einen Hälfte aus Guns N‘ Roses und zur anderen Hälfte aus Skid Row und Poison bestand. Ich war ein kleines Kind, doch schon da wusste ich, dass ich Poison hasse. Würg!

    KING DIAMOND – CONSPIRACY (1989)
    Neben den bereits genannten Bands stand ich auch auf ältere Sachen wie die Doors, die Beatles und Pink Floyd. Als ich dann den Kabelanschluss eines Freundes nutzte, um Guns N‘ Roses beim „Headbangers Ball“ zum ersten Mal in bewegten Bildern zu sehen, lief da auch King Diamond. Das eröffnete mir eine komplett neue Welt, die des extremeren Metals.

    METALLICA – METALLICA (1991)
    Mit einem Mal färbten sie in jeder Hinsicht alles schwarz. Auch wenn RIDE THE LIGHTNING und MASTER OF PUPPETS meine absoluten Favoriten sind, war das „schwarze Album“ extrem wichtig! Meine gesamte Vorstellung von Studio-Sessions stammte aus „A Year And A Half In The Life Of Metallica“. Jetzt, 20 Jahre später, nehmen wir selbst in L.A. auf, einige Blocks entfernt von ihrem damaligen Studio.

    ABBA – ARRIVAL (1976)
    Heute haben wir in Schweden sehr viele Pop-, Rock- und auch Metal-Künstler. ABBA waren für uns alle von so bahnbrechender Bedeutung. Sie zeigten uns: „Klar, auch als Schwede kann man Musiker werden und Erfolg haben!“ Außerdem beeinflussten sie unseren Songwriting-Prozess. Ihr Sinn für Details und ihre Art, kleine Melodien in den Songs hoch zu produzieren, ist eine echte Pop-Methode, die auch wir anwenden.

    Unsere große Titelstory zu Ghost findet ihr in der aktuellen Ausgabe von CLASSIC ROCK…

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