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Omega

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OMEGASeit fast einem halben Jahrhundert rocken sie nun schon – in zwei Jahren feiern die ungarischen Hard- bzw. Prog-Rocker Omega ihr 50. Jubiläum. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, denn für zum runden Geburtstag ist eine Reihe von Konzerten mit Unterstützung eines Orchesters geplant. Zudem steht eine CD-Trilogie an. Der erste Teil, der jetzt erschienen ist und ebenfalls mit besagtem Orchester eingespielt wurde, heißt RHAPSODY und beinhaltet vor allem Stücke aus der Prog-Phase von Omega.

Dass sie eines Tages auf eine so lange Karriere zurückblicken könnten, das konnte sich Frontmann Janos „Mecky“ Kobor Anfang der Sechziger nicht im Traum vorstellen: „Ich dachte damals, dass ich einmal Sportler oder Architekt werden würde. Aber Musiker? Nein.“ Die Aussichten, im kommunistischen Ungarn mit Rockmusik durchzustarten, waren damals auch denkbar trübe: Meckys Rock-Input bestand vor allem aus Radio Luxemburg und den spärlichen privaten Schallplattenimporten. „Es war unmöglich, mit Rockmusik Geld zu verdienen – und natürlich war unser westlicher Stil beim Kulturamt nicht beson­ders beliebt.“

Der Schritt auf die internationale Bühne kam dann ebenso unverhofft: 1968 wagte sich die Spencer Davis Group erstmals hinter den Eiser­nen Vorhang. Deren Mana­ger zeigte sich begeistert von den rockenden Ungarn und lud Omega nach England ein. „Damals gab es in Ungarn keine Langspielplatten, nur Singles. Aber wir hatten bereits genug Material für eine LP und bekamen in London die Möglichkeit, in den beiden Nächten nach unseren Gigs schnell ein Album aufzunehmen. Das konnte natürlich nicht besonders gut werden.“ Die Veröffentlichung auf Decca Records brachte einen weiteren unfreiwilligen Namens­wechsel mit sich: Die Band hieß nun Omega Red Star. „Das war natürlich nicht unsere Idee“, lacht Mecky. Denn auch wenn Omega in der Folge weltweit erfolgreich waren, u.a. einen Plattenvertrag in Westdeutschland abgriffen und mit ›Pearls In Her Hair‹ einen Welthit landeten – mit dem politischen Establishment in Ungarn wurden sie nicht so richtig warm. Und obwohl Omega nie die offene Konfrontation suchten, hält sich die gegenseitige Zuneigung auch heute noch in Grenzen. „Bis zur letzten Wahl waren zum Teil ja noch dieselben Politiker im Amt wie vor der Wende.“

Doch die Band hatte in den vergangenen Monaten ohnehin andere Dinge zu tun, als sich darum zu kümmern. Die Neubearbeitung von Omegas Prog-Ära stellte für die Musiker trotz ihrer Erfahrung eine Herausforderung dar. „Viele unserer progressiven Stücke waren zwar von Anfang an für eine sinfonische Umsetzung ausgelegt, aber wir hatten nie die Möglichkeit, sie so aufzunehmen. Neulich hatten wir auch die ersten Orchesterproben für die Jubiläumskonzerte, die wirklich sehr gut gelaufen sind. Obwohl: Vorher ich schon ein bisschen aufgeregt…“

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