Noel Gallagher: München, Zenith (14.04.16)

-

Präsentiert

Die ganze Geschichte Der Grössten Rockband Aller Zeiten!

Noel Gallagher: München, Zenith (14.04.16)

- Advertisment -

noel gallagherDa fliegt er drüber!

Einst war die ganze Welt wie besessen von seiner Band, und ja, Oasis waren seine Band. Heute bietet sich, da Noel Gallagher ohne seinen Krawall-Bruder Liam durch Europa zieht, ein anderes, früheren Verhältnissen nicht angemessenes Bild. Anstatt das Rund einer Arena auszuverkaufen, reicht die Anziehungskraft des musikalischen Kopfes von Oasis lediglich für die triste Fabrikhalle Zenith, welche noch dazu zur Hälfte mit einem schwarzen Vorhang abgehängt ist. Und selbst so können sich die Fans – viele darunter britische Gäste – noch frei bewegen.

Als Noel Gallagher die Bühne betritt, tut er das mit der selben Kühle, wie er das schon immer getan hat. Nur fehlt an seiner Seite die provokative Arroganz von Liam und daraus resultierend von Publikumsseite die einstige ekstatische Resonanz. Noel war die Musik von Oasis, und um die geht es dann auch heute Abend. Großmäulig zu sein ist nicht Noels Art, stattdessen überzeugt er durch eine perfekte Darbietung aus exakt 50 Prozent Solo- und 50 Prozent Oasis-Material, und wenn er sich dann doch mal an einen einzelnen Fan richtet, fallen die knappen Kommentare immer hu­­morvoll und „fucking“ schnippisch aus.

Diese Ein-Mann-Instanz, die für manchen Engländer Windsor’sche Autorität innehat, muss sich nicht profilieren. Vielmehr kommt es einer Gentleman-Geste gleich, dass er Megahits wie ›Champagne Supernova‹ oder auch ›Wonderwall‹, das erste von drei Zugabenstücken, in abgewandelter Fassung interpretiert, um nicht zu deutlich zu machen, dass man Oasis theoretisch nicht braucht, wenn man Noel mit seinen High Flying Birds haben kann. Diesen Beweis liefert er dann erst mit dem originalgetreuen Finale ›Don’t Look Back in Anger‹.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

In Memoriam: Glenn Frey (1948–2016)

Der Mitgründer, Gitarrist und Sänger der Eagles prägte den Sound der 70er Jahre – und unser Bild von Kalifornien,...

Tom Jones: Neue Single ›Talking Reality Television Blues‹

Am 23. April wird Tom Jones sein neues Album SURROUNDED BY TIME voller Coverversionen veröffentlichen. Jetzt hat der 80-jährige...

Phil Spector: Stirbt im Alter von 81 Jahren

Am 17. Januar ist Phil Spector im Alter von 81 Jahren gestorben. Der Mörder, Hit-Produzent und Erschaffer der "Wall...

Rückblende: Ozzy Osbournes ›Crazy Train‹

Nach seinem Rauswurf bei Black Sabbath 1979 schob sich Ozzy mit einer ziemlich verrücktenRocknummer selbst wieder vom Abstellgleis. Für...
- Werbung -

Viper Queen: ein Erlebnis für alle Sinne

Die besten Bandgeschichten beginnen irgendwo zwischen zu viel Alkohol und Zigaretten. Auch die jungen Neuankömmlinge von Viper Queen aus...

Video der Woche: Judas Priest mit ›Living After Midnight‹

Heute blicken wir zurück auf das Jahr 1980, als Judas Priest ihre legendäre Platte BRITISH STEEL veröffentlichten und für...

Pflichtlektüre

Smoke Blow: München, 59:1

Punk Rock-Attacke galore: So soll's sein. Der Laden passt zur...

Five Finger Death Punch: Spenden in Höhe von 150.000 Dollar

Grundsätzlich und besonders in schweren Krisen setzen sich Five...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallenÄHNLICH
Für dich empfohlen