0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Francis Rossi

-

Francis Rossi

FrancisRossi2Altern in Würde? Klar, aber keinesfalls ohne Groove.

Sechzig Jahre ist er alt und mitt­lerweile zum „Officer Of The British Empire“ geadelt. Was ihn womöglich darüber hinweg tröstet, dass sein lang­jähriges Markenzeichen – der Pferdeschwanz – aufgrund dramatischer Ausdünnung dran glauben musste. Rossi nimmt’s mit Humor: „Ich habe beschlossen, in Würde zu altern“. Nach weltweit 118 Millionen verkauften Status-Quo-Alben könnte er sich jetzt getrost zurücklehnen, das Leben auf dem Lande genießen und die Telecaster dekorativ übers Sofa dübeln. Was aber ganz offensichtlich nicht zur Diskussion steht.

2011 wird es ein neues Status-Quo-Album geben, und Anfang Mai erscheint sein zweites Solowerk. „Ich höre nie auf, Songs zu schreiben, und über die Jahre haben sich einige Exemplare angesammelt, die einfach nicht zu Status Quo passen“, erklärt Rossi das Konzept hinter ONE STEP AT A TIME. Und irrt, bei allem Respekt, ganz gewaltig: Die zehn Songs würden nämlich jedem jüngeren Album seiner Band zur Ehre gereichen, denn Herr Rossi klingt solo im Prinzip nicht viel anders als in Kombination mit Rick Parfitt und dem Rest der Gang. Will heißen: Gitarren-Boogie, Shuffle-Beats und jene Sorte Rock’n’Roll, die im Pub um die Ecke den Ale-Konsum fördert, ohne beim Dartspielen allzu sehr zu stören. Charmant ist das, sehr britisch, sehr gelassen und von großer Herzlich­keit.
Dass sich Rossi auch in fremder Umgebung gut zurechtfindet, beweist die folkig angehauchte, semi-hymnische Pianoballade ›One Step‹; dass er von seiner Stammband dann doch nicht so einfach lassen kann, lässt sein Remake des 1973er-Hits ›Caroline‹vom legendären Status-Quo-Album HELLO! vermuten.

Aber wie könnte es auch anders sein? Francis Michael Nicholas Dominic Rossi, 1949 als Sohn eines Italieners und einer Irin in London geboren, gründete The Spectres im Jahr 1962, fünf Jahre später ging die Combo fast nahtlos in Status Quo über. Musiker kamen und gingen, doch Rossi blieb bis heute die einzige Konstante. So was nennt man dann wohl eine Lebensaufgabe, Solo-Album hin oder her.

Uwe Schleifenbaum

Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Weiterlesen

Neuheiten: Ab heute im Plattenladen

Blue Öyster Cult: GHOST STORIES "Die Songs von GHOST STORIES entstanden zwischen 1978 und 2016, man kann hier also von keinem klassischen Album im herkömmlichen...

Sleepmakeswaves: IT’S HERE, BUT I HAVE NO NAMES FOR IT

Australien scheint ein gutes Pflaster für Post-Rock zu sein. Ist es das einzigartige Klima? Die landschaftliche Schönheit? Wie auch immer, die Band Sleepmakeswaves lässt...

Blue Öyster Cult: GHOST STORIES

Sammlung verlorener „Juwelen“ Ein richtig gutes Album haben Blue Öyster Cult schon seit 1981 mit FIRE OF UNKNOWN ORIGIN nicht mehr abgeliefert. Ohne Fanbrille gesehen....

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

- Advertisment -