Nekromant: TEMPLE OF HAAL

-

Nekromant: TEMPLE OF HAAL

- Advertisment -

Totenruhestörer

Die Nekromantie, gemeinhin besser unter dem Begriff Totenbeschwörung bekannt, ist eine Form des Spiritismus, die durch Rituale und direkte Beschwörung Verstorbener deren Wiederbelebung und die Begegnung mit deren Geistern anstrebt. Die Geister, die die Schweden von Nekromant wiederauferstehen lassen, sind keine geringeren als die solcher Metal-Giganten wie Black Sabbath und Pentagram, allein von deren Größe und Erhabenheit ist das Trio jedoch noch Lichtjahre entfernt. Sicher, in puncto handwerklicher Fähigkeiten sind Nekromant auf ihrem vierten Longplayer inzwischen auf einem bemerkenswerten Level angekommen, da gibt es Iommi-artige Gitarren en masse und tonnenweise Riffs, alles verpackt in eine fast schon zu saubere Produktion. Der Anspruch, den Old-School-Metal wieder aufleben zu lassen – TEMPLE OF HAAL enthält noch mehr klassische Heavy-Metal-Elemente als seine Vorgänger –, wird mit jedem der neun Tracks deutlich. Doch sie machen es einem auch nicht leicht, TEMPLE OF HAAL muss man sich erarbeiten. Denn die Klasse dieser Platte entfaltet sich erst nach mehrmaligem Hören. Besonders die Texte sind durchdrungen von dunkler Anziehungskraft, sind inspiriert von der impo-santen Lage der Heimatstadt des Dreiers, Vargön, im Schatten der Zwillingsberge Halleberg und Hunneberg. Vielleicht lassen sich für die nächste Platte ja ein paar griffige Hooks heraufbeschwören. (Franz Steinkartner)

7 von 10 Punkten

Nekromant
TEMPLE OF HAAL
DESPOTZ/ROUGH TRADE

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Blackberry Smoke: Tourverschiebung auf 2023

Eigentlich wollten Blackberry Smoke mit ihrem neuen Album YOU HEAR GEORGIA im Gepäck bereits im Februar 2022 durch Deutschland...

Steve Earle: Lieder vom verlorenen Sohn

Kann es einen traurigeren Anlass für ein Platte geben? Mit J.T. erhalten die Lieder des im August verstorbenen Songwriters...

Mick Taylor: Ein ruhender Stein

Mick Taylor war Mitglied der Rolling Stones zu deren prächtigster Blütezeit. Kollege Slash erklärt die Besonderheit seines oftmals unterbewerteten...

Video der Woche: The Ronettes ›Be My Baby‹

Heute vor einem Jahr verstarb Produzentenlegende und Schöpfer des Ronettes-Hits ›Be My Baby‹ Phil Spector im Alter von 81...
- Werbung -

Judas Priest: Live nur noch zu viert?

Als 2018 bekannt wurde, dass Glenn Tipton aufgrund seiner Parkinson-Erkrankung kein fester Bestandteil von Judas Priests Live-Line-Up mehr sein...

Saxon: CARPE DIEM

Edelmetall zum 45. Saxon-Jubiläum Knappe elf Monate nach der Coverscheibe INSPIRATIONS (2021) steht mit CARPE DIEM bereits der heißerwartete Nachfolger...

Pflichtlektüre

Elton John: Fan-Paket zum “Rocketman”-Film gewinnen!

Zum Heimkinostart von "Rocketman" verlosen wir drei tolle Fan-Sets,...

Genesis: Reunion und erste Tour seit 13 Jahren

Genesis sind zurück. Ende des Jahres gehen Phil Collins,...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen