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Midland: Eine Zeitreise mit Panzertape

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Midland: Eine Zeitreise mit Panzertape

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Mit THE LAST RESORT: GREETINGS FROM liefern Midland erneut ein tadelloses und aus der Reihe tanzendes Neon-Country-Album ab. CLASSIC ROCK sprach mit Bassist, Sänger, Komponist und Videoregisseur Cameron Duddy über alte Inspirationsquellen, neue Einflüsse und ein ausgeklügeltes Konzept.

Cameron, hat die Kreativphase von THE LAST RESORT: GREETINGS FROM direkt nach dem pandemiebedingten Stop der Tour zu LET IT ROLL (2019) begonnen?
Die damalige Situation hat sich nicht nur wie das Ende dieser Konzertreise, sondern wie das Ende unseres gewohnten Lebens angefühlt. Wir haben nach einer Weile nicht mehr abschätzen können, ob wir jemals wieder gemeinsam als Midland auf einer Bühne stehen werden. In solchen unabwägbaren Momenten reflektiert man automatisch die Vergangenheit und lässt Gutes wie Schlechtes Revue passieren. Uns wurde dabei schnell klar, dass wir in den vier Jahren vor der Pandemie eine Menge in unserer Karriere erreicht hatten. Nach dieser Erkenntnis ist postwendend die DemotapeCompilation THE SONIC RANCH (2021) zusammengestellt worden. Parallel dazu haben Mark (Wystrach, Gesang, Gitarre), Jess (Carson, Gitarre, Gesang) und ich den Kickoff der Sessions zu THE LAST RESORT: GREETINGS FROM eingeleitet.

Gibt es zwischen THE SONIC RANCH und THE LAST RESORT: GREETINGS FROM einen Synergieeffekt?
Auf jeden Fall. Das Material von THE SONIC RANCH stammt aus der Zeit, als wir drei einfach Lieder untereinander ausgetauscht und noch nicht an eine gemeinsame Band gedacht haben. Kurzum sind wir damals
ausschließlich zum Spaß und ohne ein größeres Ziel ins Studio gegangen. Dabei ist viel Videomaterial entstanden, mit dem CMT (Country Music Television) eine klasse Doku über unsere PreMidland Karriere
geschnitten haben. Wenn du derart mit deinen Wurzeln konfrontiert wirst, beeinflusst das ohne jeden Zweifel dein Songwriting.

Zusätzlich habt ihr auf THE LAST RESORT: GREETINGS FROM euer „Neon-Country-Universum“ für frühen 70er-Jahre-Country und sogar moderne Nashville-Sounds geöffnet.
Ich kann diesen Aspekt am besten so beschreiben: Jeder besitzt ein Lieblings T-Shirt. Manchmal ist es aber super cool, wenn du einen Anzug anziehst oder dein favorisiertes Outfit mit ein paar aus der Reihe tanzenden Accessoires aufpeppst. Ich denke, dass diese kleinen Experimente eine schöne Frische zu unseren bekannten Markenzeichen hinzugefügt haben.

Den Großteil von THE LAST RESORT: GREETINGS FROM habt ihr wieder im Team mit Shane McAnally (Nashville-Hitsongwriter) und Josh Osborne von The Osborne Brothers komponiert.
Jedes Stück von uns beginnt mit einem Songtitel, den einer den anderen vorstellt. Da wir inzwischen in dieser Konstellation richtig gut einge spielt sind, hatten Shane, Josh, Mark, Jess und ich quasi im Handumdre
hen 15 Lieder auf der Habenseite. Sechs davon gibt es auf der LP zu hören.

Midland ist ein ausgeklügeltes 360-Grad-Kunstwerk. Angefangen bei eurem Logo, über die Artworks, die Liveshows oder die von dir als Regisseur gedrehten Musikvideos.
Genau das ist der Trick. Als Erstes braucht es natürlich ein absolut solides musikalisches Fundament, um das man dann ein Image aufbaut. Egal welches Puzzleteilchen wir uns von Midland hernehmen, es ist nicht über Nacht, sondern in einer langen Entwicklungsphase entstanden. Manchmal ist die Zeit jedoch knapp und du musst im Hintergrund etwas mit „Panzertape“ arbeiten, damit es perfekt aussieht … so funktioniert Showbiz.

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