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Melvins: TARANTULA HEART

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Fünf gewinnt

Seit vier Jahrzehnten demonstriert Buzz „King Buzzo“ Osborne nun schon eindrucksvoll, dass man eine beachtliche Karriere aufbauen kann, in der man sich von niemand etwas sagen lässt. Und auch auf dem neuesten Melvins-Opus TARANTULA HEART blieben sämtliche Konventionen mal wieder links liegen. In Quintett-Formation aufgenommen, erwuchsen die fünf Tracks aus ausgedehnten Jam-Sessions, in denen sich Stammtrommler Dale Crover mit Ministry-Drescher Ray Mayorga duellierte, worauf Osborne dann die Songs um die Drumparts herum komponierte. Fünf Tracks? Klingt nach EP, doch allein der Opener ›Pain Equals Funny‹ umspannt schon gut 19 wie immer wunderbar dissonante Minuten, bevor es dann etwas mundgerechter, aber kein bisschen weniger kantig weitergeht. ›She’s Got Weird Arms‹ ragt heraus und klingt, als hätte man David Byrne die falschen Drogen verpasst, während bei aller heftigen Gitarrenwucht immer wieder das Gefühl aufkommt, die Melvins seien die Doom-Brüder im Geiste von Primus. Auch anno 2024 geht die Band also ihre ganz eigenen Wege, und das ist absolut gut so.

7 von 10 Punkten

Melvins
TARANTULA HEART
PIAS/ROUGH TRADE

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