-

Melvins: TARANTULA HEART

■

Fünf gewinnt

Seit vier Jahrzehnten demonstriert Buzz „King Buzzo“ Osborne nun schon eindrucksvoll, dass man eine beachtliche Karriere aufbauen kann, in der man sich von niemand etwas sagen lässt. Und auch auf dem neuesten Melvins-Opus TARANTULA HEART blieben sämtliche Konventionen mal wieder links liegen. In Quintett-Formation aufgenommen, erwuchsen die fünf Tracks aus ausgedehnten Jam-Sessions, in denen sich Stammtrommler Dale Crover mit Ministry-Drescher Ray Mayorga duellierte, worauf Osborne dann die Songs um die Drumparts herum komponierte. Fünf Tracks? Klingt nach EP, doch allein der Opener ›Pain Equals Funny‹ umspannt schon gut 19 wie immer wunderbar dissonante Minuten, bevor es dann etwas mundgerechter, aber kein bisschen weniger kantig weitergeht. ›She’s Got Weird Arms‹ ragt heraus und klingt, als hätte man David Byrne die falschen Drogen verpasst, während bei aller heftigen Gitarrenwucht immer wieder das Gefühl aufkommt, die Melvins seien die Doom-Brüder im Geiste von Primus. Auch anno 2024 geht die Band also ihre ganz eigenen Wege, und das ist absolut gut so.

7 von 10 Punkten

Melvins
TARANTULA HEART
PIAS/ROUGH TRADE

- Advertisement -

Weiterlesen

Viper Queen – Munich Rock City

Die Zeiten, in denen München als weltweit gefragte Adresse für die internationale Rockszene galt, müssen nicht vorbei sein. Die fünf von VIPER QUEEN versuchen,...

Endlich am Kiosk & ab sofort im Online-Shop erhältlich: Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK!

Tony Iommy - Über die Vergangenheit mit Black Sabbath und sein brandneues Studioalbum. •• Aerosmith Der turbulente Weg zum großen 80er-Comeback. • Greta Van Fleet Die Kids werden...

Lebenslinien: Zakk Wylde

Er spielte jahrelang Gitarre für Ozzy und hörte sich endlose Geschichten von ihm und Lemmy an. Er war im Himmel, als er Elton John...
- Advertisment -