Kenny Wayne Shepherd – der Kreis schließt sich

-

Kenny Wayne Shepherd – der Kreis schließt sich

- Advertisment -

Kenny Wayne Shepherd & Band_credit_Mark SeligerDas romantische Bild des knorrigen Bluesrockers, der als mittelloser Vagabund in die Welt zieht, um fortan überall in die Saiten zu hauen, wo er einen Barhocker auf die Bühne gestellt und ein paar Whiskys ausgeschenkt bekommt, mag überholt sein, doch wenigstens teilweise trifft es auf Kenny Wayne Shepherd zu. Knorrig war er zwar noch nie und mittellos ist er nach diversen Platinalben schon lange nicht mehr, doch das rastlose Leben eines Berufsmusikers kennt er nur zu gut: „Ich ging mit 17 von zu Hause weg, um meine erste Tour anzutreten. Und seitdem bin ich eigentlich fast immer unterwegs gewesen und nie wieder richtig zur Ruhe gekommen.“
Letztes Jahr änderte sich das jedoch zumindest vorübergehend. Nachdem HOW I GO 2011 wohlwollend aufgenommen worden war – es war sein erstes Album mit eigenem Material seit sieben Jahren –, war nun wieder ein Tapetenwechsel dran. „Ich lasse ja gerne auf jedes Album mit Originalstücken eine Art Konzeptalbum folgen“, erklärt er, „und diesmal ging es um eine Rückkehr zu meinen Wurzeln.“ Und das in doppelter Hinsicht – musikalisch wie geografisch. „Viele glauben ja, ein Cover-Album sei etwas Minderwertiges, was man typischerweise am Ende eines Plattenvertrags raushaut. Doch für mich ist das eine sehr persönliche Platte. Das ist die Musik, mit der ich groß wurde, die Klassiker, mit denen ich mich in den Blues verliebt und zu denen ich das Gitarrespielen gelernt habe. Und mir wurde klar, dass der beste Weg, das einzuspielen, eine Rückkehr nach Hause sein würde.“
Also Shreveport, eine kleine Stadt in Louisiana, fernab von den Epizentren der Unterhaltungsindustrie, aber mitten in Kennys Herz. „Es war eine tolle Erfahrung. Klar hätte ich diese Songs überall einspielen können, aber so hatte ich all meine Freunde und meine Familie um mich. Ich werde auch mein nächstes Album dort aufnehmen und habe mir auch schon ein Haus gekauft.“ Womit sich dieses grandios leidenschaftliche Bluesrockalbum als sehr prophetisch erwiesen hat – es heißt GOIN‘ HOME.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Vince Neil: Gebrochene Rippen nach Sturz von der Bühne

Während seines Slots beim "Monsters on the Mountain" Festival in Pigeon Forge, TN fiel Vince Neil bei seiner Darbietung...

Chuck Berry: 10 Songs anderer Künstler, die es ohne ihn nicht geben würde

Wer hat noch nie einen Song gehört, der nach Chuck Berry klang, aber gar nicht von ihm war? Es...

CLASSIC ROCK präsentiert: Amigo The Devil live!

Im März kommt Amigo The Devil für mehrere Shows nach Deutschland.  "Wer zur Hölle ist dieser Typ? Warum sind alle...

Judas Priest: Rob Halford kämpfte gegen Krebs

In einem neuen Interview mit Heavy Consequence erzählte Rob Halford von Judas Priest, dass er in den letzten 1,5...
- Werbung -

CLASSIC ROCK präsentiert: Tourdaten von Foreigner, Status Quo, Cheap Trick u.v.m.!

10CCassconcerts.comIm November kommen Graham Gouldmann und Co. wieder nach Deutschland. Diesmal auch für mehrere Shows. 02.11. Hannover, Theater am Aegi03.11....

Video der Woche: Grateful Dead mit ›Jack Straw‹

Bob Weir wird heute 74 Jahre alt. Zum Ehrentag des Musikers und Grateful-Dead-Gründungsmitglieds blicken wir auf die goldenen 70er...

Pflichtlektüre

Breed 77 – INSECTS

Mehr Stahl als Flamenco. Von Extravaganz-Befürwortern verehrt, von der Masse...

Video der Woche: Status Quo mit ›Spinning Wheel Blues‹

Alan Lancaster wird heute 72 Jahre alt. Zum Geburtstag...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen