-

Judas Priest – REDEEMER OF SOULS

■

judas priest redeemer of soulsBirminghamer (Edel-)Stahl.

Judas Priest sind neben Black Sabbath (unbestritten) die maßgeblichen Architekten des Heavy Metal. Ihr Sound, der unverwechselbare Lederlook und die priest‘schen Artworks seit ihrem Zweitwerk SAD WINGS OF DESTINY (1976) gaben einem ganzen Genre Mitte der 70er seine Identität. 38 Jahre nach dieser historischen Veröffentlichung konstruiert die Legende aus den West Midlands immer noch feinste Stahlgiganten: Die Riffs von Glenn Tipton und Neupriester Richie Faulkner schneiden so scharf wie einst die Rasierklinge, die das Cover von BRITISH STEEL (1980) zierte. Rob Halfords Stimme tönt gefährlich, cool oder gefühlvoll und lässt zu keiner Sekunde Zweifel aufkeimen, dass er DER „Metal God“ ist. Nicht minder spektakulär gestaltet sich die großartige Hill & Travis‘sche Groovezauberei, die so variabel zuletzt auf PAINKILLER (1990) zu hören war.

Handwerk alleine reicht natürlich noch lange nicht zu einem guten Album, geschweige denn zu einem (Band-)Klassiker. REDEEMER OF SOULS – aus der Feder von Tipton, Halford und Faulkner – schreit zu 100 % PRIEST! Die erhabenen Kompositionen, die hier und da augenzwinkernd mit etwas textlichem (und selbstverständlich massiv überzeichnetem) „Heavy-Metal-Kitsch“ Auflockerung finden, fügen sich spielend in den Backkatalog der 1969 gegründeten Band ein. REDEEMER OF SOULS manifestiert eindrucksvoll, warum Judas Priest seit ihren Anfangstagen eine der wichtigsten Speerspitzen des Heavy Metal sind.

- Advertisement -

Weiterlesen

Lebenslinien: Zakk Wylde

Er spielte jahrelang Gitarre für Ozzy und hörte sich endlose Geschichten von ihm und Lemmy an. Er war im Himmel, als er Elton John...

Endlich am Kiosk & ab sofort im Online-Shop erhältlich: Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK!

TITELSTORY: Pink Floyd – The Wall Tour Ein Meisterwerk auf der Bühne, aber ein Machtkampf hinter den Kulissen. Wie Gigantomanie, finanzielle Debakel und interne Spannungen...

IN MEMORIAM PHIL LYNOTT

40 Jahre nach seinem Tod sprechen Scott Gorham, Eric Bell, Mark Stanway, Laurence Archer und andere über den Bandkollegen und Freund, den sie kannten...
- Advertisment -