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    J. Geils Band – ORIGINAL ALBUM SERIES VOLUME 2

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    J. Geils Band – ORIGINAL ALBUM SERIES VOLUME 2

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    J. Geils BandAnerkennungskampf einer urigen Live-Truppe: zweiter Teil der Retrospektive.

    Ein Jahrzehnt tummelte sich das kompakte Sixpack aus Boston im internationalen Rock-Geschehen. Erntete mit jedem weiteren Album (insgesamt elf von 1970 bis 1980) Wohlwollen von Fans und Kritik. Doch erst allzu spät gereichte der vor allem im Konzertsaal gut geölten R-&-B-Maschinerie J. Geils Band weltweite Aufmerksamkeit: 1981 mit dem atypischen Pop-Ohrwurm ›Centerfold‹ sowie dazu gehörigem Platinalbum FREEZE FRAME. Immerhin – beide platzierten sich im Heimatland USA auf der Pole Position. 2010 begann in der Reihe ORIGINAL ALBUM SERIES die Retrospektive. Mit VOLUME 2 setzt sich die Aufarbeitung nahtlos fort: Mit einer gehörigen Portion Soul und Funk operiert 1974 Studiowerk Nummer fünf NIGHTMARES… AND OTHER TALES FROM THE VINYL JUNGLE: Opener ›Detroit Breakdown‹ gereicht mit Vokalist Peter Wolfs gewohnt superben Mikrofoneinsätzen an verschwitzte Höhenflüge von James Browns Minimal Funk. Mit Stammestrommeln inszenierte Voodoo-Beschwörungen kennzeichnen ›Nightmares‹. ›Must Of Got Lost‹ will nichts weiter als ein Radio-Ohrwum sein, von Magic Dicks famoser Blues-Harmonika getrieben, treffen ›Stoop Down # 39‹ und ›Funky Judge‹ ins Schwarze. Als Funk-Tango-Hybride präsentiert sich ›I’ll Be Coming Home‹. Tanzbare Afroamerikanismen dominieren ein Jahr später auch HOTLINE, jedoch schwächelt leider das Songmaterial: ›Be Careful (What You Do)‹, ›Jealous Love‹, ›Orange Driver‹ und ›Mean Love‹ drücken als authentische R & B-Orgien das Level zumindest ein wenig nach oben. Mit zweitem Konzertmitschnitt LIVE: BLOW YOUR FACE OUT liefern Gitarrist und Bandinitiator John W. Geils Jr. und seine Jungs 1976 einen würdigen Nachfolger fürs Durchbruchswerk LIVE FULL HOUSE (’72) mit Perlen wie Junior Walkers ›Shoot Your Shot‹, Albert Collins’ ›Sno-Cone‹ und ›Where Did Our Love Go‹ von The Supremes. Eher atypisch das countryeske ›Truck Drivin’ Man‹. Schlicht unter dem Kürzel Geils offeriert die Truppe 1977 MONKEY ISLAND. Ausgefeiltere Arrangements mit stromlinienförmigen Damenchören lassen die knackige Funk-Disco-Hysterie ›Surrender‹, die Fifties-Hommage ›I Do‹ und das ein wenig auf Karibik-Flair getrimmte ›So Good‹ erblühen. Im Titelsong schippert die Crew auf elegantem Latin-Jazz-Kreuzschiff. Die Blue-Eyed-Soul-Ballade ›You’re The Only One‹ allerdings schielt zu sehr auf vordere Chartpositionen. BEST OF THE J. GEILS BAND fasst 1979 Singleauskopplungen (›Give It To Me‹), Konzertkracher (›Whammer Jammer‹) und Key-Alben-Tracks (›(Ain’t Nothin’ But A) House Party‹, ›Southside Shuffle‹) zusammen.

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