Flashback: Slade landen auf Platz 1 mit ›Coz I Luv You‹

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Flashback: Slade landen auf Platz 1 mit ›Coz I Luv You‹

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Nach dem Slade-typischen, an ihren Midlands-Dialekt angelehnten Titel ›Cuz I Love You‹ blickten den jungen Mannen glorreiche Zeiten entgegen. In den folgenden Jahren sollten allein in den UK all ihre Singles die Top 20 erreichen, sechs davon auf Platz 1 klettern. Mit den stampfenden Rhythmen, Noddy Holders (N) röhrendem Gesang und einer für damalige Zeiten unsagbaren Lautstärke hoben sich Slade von der Masse ab und schafften den Spagat zwischen gut gelaunten Hit-Maschinen und ernstzunehmenden Album-Künstlern. Trotz ihres extravaganten Auftretens, Noddy mit seinem berühmten Spiegel-Zylinder und Dave Hill (D) mit dem kurzen Pony und in teilweise aberwitzigem Glitzerfummel, waren Slade keine weichgespülten Bubblegum-Buben.

Diese vier Männer kamen aus der Arbeiterklasse, sie hatten Biss und Format. Ihre unterschiedlichen Charaktere – das Musikverständnis von Jim, der Unterhaltungswert von Noddy, die liebenswürdige Exzentrik von Dave und die coole Art von Schönling Don – verschmolzen zu einer unnachahmlichen Mischung. Und vielleicht am allerwichtigsten: Sie waren eine unglaubliche Live-Band. Ein Fakt, den das Album SLADE ALIVE! von 1971 für immer und ewig in die Annalen der Musikgeschichte meißelte.

Ihr hattet dann eine unglaubliche Serie an Chart-Platzierungen am Laufen…
N: Wir waren ja auch ständig am Arbeiten. Das Label und Chas drängten uns dazu. Wir sollten jährlich ein Album heraus bringen, dazu noch mindestens drei Singles. Und auch wir selbst wollten immer weiter machen, unser Ego beflügelte uns. Wir wollten diesen Erfolg nicht loslassen. Das einzige Problem war wirklich die Koordination zwischen den Aufnahmen und dem Touren. Die Hits waren für Slade das I-Tüpfelchen, aber unsere LiveShows waren schlichtweg am Wichtigsten.

Bis heute seid vor allem ihr beide für eure Outfits im kollektiven Musikgedächtnis verankert. Wie kam es zu diesen verrückten Klamotten?
N: Es gibt ja Leute, die finden, dass das alles von der Musik ablenkte. Aber ich und Dave waren uns schon immer einig. Jede Band, die wir mochten, hatte immer ein gewisses Image oder einen Look. Und wir wollten für Slade von Anfang an dasselbe. Wir wurden immer bunter und größenwahnsinniger im Fernsehen, weil die Leute am nächsten Tag in den Pubs über uns sprachen. Egal ob sie uns mochten oder hassten, sie redeten über uns.
D: Was in den 70ern für uns und speziell für mich ausgezeichnet war: Dass das Farbfernsehen aufkam. Ich trug all diese ausgefallenen Klamotten und erst mit dem Farbfernsehen kam der ganze Effekt richtig rüber. In den 60ern war alles schwarz-weiß, aber in den 70ern ging es um Slade und Farben und Marc Bolan und Rod Stewart und all diese Künstler, die sich ihre Sporen in den 60ern verdient haben. Wir hatten großartige Songs und mit den Outfits konnte man dieses Paket abrunden. Auf der Platte war natürlich immer wichtig, wie gut ich Gitarre spiele, wie Nod singt, wie die anderen ablieferten. Aber visuell gesehen erinnern sich die Leute, bei allem Respekt den anderen gegenüber, immer an Nod und mich. Viele erzählen uns, dass sie „Top Of The Pops“ nur ansahen, weil sie wissen wollten, was ich tragen würde.

Unsere ganze Titelstory über die Geschichte von Slade lest ihr hier.

1 Kommentar

  1. Eine großartige Band. Ich hatte das Vergnügen sie backstage in Bremen bei einem Fernsehauftritt zu treffen.
    Coole, sympatische Jungs.

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