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    Review: Deep Purple – THE VINYL COLLECTION 1972 – 1987

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    Review: Deep Purple – THE VINYL COLLECTION 1972 – 1987

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    Deep Purple Vinyl CollectionEin nur halbwegs aufgearbeiteter Vinyl-Werdegang in edler Verpackung.

    Zugegeben, die Geschichte von Deep Purple ist von Mitgliederwechseln, stilistischer Unberechenbarkeit und Zäsur geprägt. Doch die edel verpackte 7-LP-Box THE VINYL COLLECTION 1972 – 1987 lässt nicht nur Kenner der Materie ratlos zurück. Wäre es nicht fanfreundlicher gewesen, das runde Dutzend Studioalben von 1968 bis 1987 zu kompilieren? Hinter der seltsamen Strategie stecken schlicht rechtliche Gründe: Bei der Zerschlagung von EMI, Inhaber des Purple’schen Gesamtkatalogs der Jahre 1968 bis 1976, fiel HEC Enterprises (von SHADES OF DEEP PURPLE bis FIREBALL) an Warner Music, Deep Purple Overseas Ltd. (also alles ab 1972) ging an Universal – und die besitzen zufälligerweise auch die Rechte an zwei Alben von 1984 und 1987. THE VINYL COLLECTION 1972 – 1987 setzt mit von den Mutterbändern gezogenen 180g-Pressungen in Originalverpackung plus Beigaben beim Multiplatinseller MACHINE HEAD an. Also jenem in Montreux unter widrigen Umständen entstandenen Wunderwerk mit den Konzertfavoriten ›Lazy‹, ›Highway Star‹, ›Maybe I’m A Leo‹, ›Space Truckin’‹ und ›Smoke On The Water‹ . Ein Niveau, das der in Rom und Frankfurt eingespielte Nachfolger WHO DO WE THINK WE ARE trotz Fernost-Tour-Ode ›Woman From Tokyo‹, Mary-Whitehouse-Spott ›Mary Long‹, Psychedelic-Reminiszenz ›Super Trouper‹ und Zeitlupen-Blues ›Place In Line‹ nicht ganz halten konnte. Danach schickte Ian Gillan seine Kündigung, Bassist Roger Glover bekam auch den Stiefel. Ein Reset als Mark III gelang 1974 mit BURN. Sänger David Coverdale sowie Bassist Glenn Hughes als zweiter Sänger integrierten subtil Soul und Funk. Sowohl der Titelsong als auch ›Sail Away‹ und ›Mistreated‹ zeugten von hoher Qualität. Noch mehr schwarze Rhythmen enthielt im November gleichen Jahres STORMBRINGER. Unzufrieden mit der neuen Ausrichtung, fand Gitarrero Ritchie Blackmore wenig später Erfüllung mit seiner eigenen Truppe Rainbow. Sein hochtalentierter US-Ersatz Tommy Bolin trieb 1975 COME TASTE THE BAND noch ein wenig mehr in Richtung Jazz-Funk. Bolins Heroin- und Hughes-Koks-Abhängigkeit führte Deep Purple dennoch ins Aus – zumindest vorerst. Acht Jahre später erfolgte die Reunion von Mark II mit grundsolidem PERFECT STRANGERS. Dass zwischen Blackmore und Gillan nach wie vor nur Waffenstillstand, aber kein Friede herrschte, unterstrich 1987 das mediokre THE HOUSE OF BLUE LIGHT.

    Deep Purple
    THE VINYL COLLECTION 1972 – 1987
    Universal
    8/10

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