Deep Purple – HARD ROAD: THE MARK 1 STUDIO RECORDINGS 1968-69

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Deep Purple – HARD ROAD: THE MARK 1 STUDIO RECORDINGS 1968-69

Deep PurpleKomplettbox mit dem Werk der frühen Jahre.

Kommerziell richtig ins Rollen kamen Deep Purple bekanntlich 1970 mit dem Hardrock-Meilenstein IN ROCK, mit Sänger Ian Gillan und Bassist Roger Glover. Wer dann etwas später auf MACHINE HEAD abfuhr, und das taten seinerzeit ziemlich viele, entdeckte im Plattenladen womöglich die Frühwerke der Mark-1-Besetzung mit Sänger Rod Evans und Bassist Nick Simper, kaufte sie – und war enttäuscht. Kein geradliniger Hardrock. Kein ›Smoke On The Water‹. Keine Vokalakrobatik á la ›Child In Time‹. Dafür eine Mixtur aus Prog-, Hard- und Barock-Rock, viel Orgel, eher wenige Power-Riffs. Ganz nett. Ein Verdikt, das sich bis heute gehalten hat, bedauerlicherweise. Und noch dazu völlig ungerechtfertigt, denn was Deep Purple 1968 und 1969 auf die Beine stellten, war mitunter absolut hochklassig. Okay, die mit Klassik-Elementen aufgeblähten Cover-Versionen von Hits wie ›Help‹, ›We Can Work It Out‹, ›River Deep Mountain High‹ und ›I’m So Glad‹ waren ein wenig kurios und orientierten sich noch stark am Sound der großen Vorbilder Vanilla Fudge, doch dass instrumentale Könner am Werk waren, offenbarte sich schon damals. Das Debüt SHADES OF DEEP PURPLE ist sicher das schwächste Werk der Mark-1-Trilogie, wenn auch mit einigen grandiosen Momenten. THE BOOK OF TALIESYN geriet stringenter, hat zudem mit der Luxus-Ballade ›Anthem‹, dem rhythmisch exotischen ›Shield‹ und dem rasanten ›Listen, Learn, Read On‹ drei wunderbare Eigenkompositionen an Bord. Zuckerstück bleibt sicherlich DEEP PURPLE, auch bekannt als „April“, weil es die dreiteilige Klassik-Rock-Suite gleichen Namens enthält. Ein Album wie aus einem Guss, stilvoll changierend zwischen relativ hartem Rock, Experimentellem, Balladen, jazzigen Untertönen und natürlich Jon Lords brillanten Barock-Klängen. Die Band schien ihre Sprache gefunden zu haben, doch dann kam alles anders. HARD ROAD: THE MARK 1 STUDIO RECORDINGS 1968-69 versammelt besagte drei Werke in den originalen Mono- und Stereo-Abmischungen, ergänzt um 20 Bonustracks, darunter Outtakes, Alternativ-Versionen und die hervorragende Single ›Emmaretta‹. Ein ganz großartiges Box-Set.

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