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    Booker T & The MG’s – GREEN ONIONS / SOUL DRESSING

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    Booker T & The MG’s – GREEN ONIONS / SOUL DRESSING

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    Booker TDelikate Grüne Zwiebeln, pikant aufbereitet mit Seelen-Vinaigrette.

    Zum respektablen US-Hit mauserte sich im Frühherbst 1962 ein instrumentaler Ohrwurm mit dem seltsamen Titel ›Green Onions‹. Ein vermeintlicher Zufallstreffer der Studiomusiker Booker T. Jones (Keyboards), Steve Cropper (Gitarre), Lewie Steinberg (Bass) und Al Jackson Jr. (Schlagzeug), aufgezeichnet in einer Sessionpause, als für Sun Records Aufnahmen mit Billy Lee Riley anstanden. Einen Augenblick später eilt das elektrisierende Dreiminutenstück einmal rund um die Welt – besonders in Großbritannien zeigen sich die Vertreter der auf italienische Anzüge, pelzverzierte Parka und mintfarbene Vespas abonnierte Jugendbewegung Mods, die sich jedes Weekend mit ihren Erzfeinden Teddy Boys gigantische Schlachten im Seebad Brighton liefern, angetan von den rhythmisch hypnotischen „Grünen Zwiebeln“. Croppers lässige Gitarren-Licks gepaart mit Jones‘ laszivem Hammondorgel-Schwelen und spartanischer Rhythmussektion bewirkt einen Instrumental-Boom, dient aber auch als Fundament für die spätere britische Northern-Soul-Welle. Bis heute findet ›Green Onions‹ multimedialen Einsatz in Form von TV-Spots bis hin zu Kinofilmen. Ironischerweise sollte ursprünglich ›Behave Yourself‹ auf die A-Seite. Beide Songs, das Sequel ›Mo’ Onions‹ sowie neun Coverversionen zieren wenig später das LP-Debüt GREEN ONIONS – exklusiver Zweitkarrierestart jener Hauscombo um die Soul-Protagonisten Otis Redding, Wilson Pickett, Carla Thomas und Sam & Dave der gerade gegründeten Plattenmarke Stax, die der Welt das Sub-Genre Memphis Soul als Bereicherung hinterlassen wird. 1965 lassen Booker T. & The MG’s dem famosen Debüt das recht ähnlich gestrickte SOUL DRESSING folgen – ein unmittelbarer Renner in Diskotheken und auf Partys. Elf im Kollektiv komponierte Titel mit abermals Tanzbarem: ›Tic-Tac-Toe‹, ›Home Grown‹, ›Plum Nellie‹, ›Jellybread‹, ›Chinese Checkers‹ sowie Don Covays ›Mercy Mercy‹ bringen selbst Tanz-Legastheniker auf Hochtouren.

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