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    Review: Bob Dylan – FALLEN ANGELS

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    Review: Bob Dylan – FALLEN ANGELS

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    fallen angelsEine Erzählung von ewiger Liebe und gebrochenem Herzen – mit Stücken aus dem Great American Songbook.

    Wenn über Bob Dylan gesprochen wird, dann meist über seine Verdienste als Songschreiber. Dabei war er immer ebenso sehr Performer seiner eigenen Lieder. Er brachte sie auf Platte zum Leuchten und bot sie bei Konzerten in den verschiedensten Versionen dar. Bereits auf SHADOWS IN THE NIGHT von 2015, auf dem er Songs coverte, die Frank Sinatra einst groß gemacht hatte, verlegte Dylan sich auf sein Können als Interpret. Spätestens mit dem neuen Album ist klar: Der 75-Jährige ist in eine neue Werkphase eingetreten. Vorbei sind vorerst die expressionistische Stimmakrobatik vergangener Tage und das dunkle Knurren und Heulen der Nullerjahre. Dylan bemüht sich, schön zu singen, er gibt den Crooner zu amerikanischen Standards, geschrieben um die Mitte des 20. Jahrhunderts und großteils ebenfalls von Sinatra popularisiert. Aufgenommen hat er die Stücke in den Capitol Studios in Hollywood, zusammen mit seiner formidablen Tourband. Wie auf dem Vorgänger steht Donnie Herrons Pedal-Steel im Zentrum der jazzig dezenten Instrumentierung. Die musikalische Stimmung ist etwas heller als zuletzt, mit ›Skylark‹ und ›That Old Black Magic‹ finden sich zwei beinahe beschwingte Tracks – geblieben ist der melancholische Grundton. „Fairytales come true/It can happen to you/When you’re young at heart“, geht’s noch optimistisch los, schon beim folgenden ›Maybe You’ll Be There‹ bleibt die Liebessehnsucht – zu wehmütigen Streichern – unerfüllt. In ›Nevertheless‹ klagt der Erzähler: „Fine at the start/Then left with a heart/That is breaking“. Herzschmerz und Melancholie. Die Hoffnung auf spirituelle Erlösung wie noch auf SHADOWS IN THE NIGHT bleibt aus, dafür blitzen vereinzelt Momente gelingender irdischer Liebe auf: „With all your faults I love you still“ in ›It Had To Be You‹. Im abschließenden ›Come Rain Or Come Shine‹ hört man Dylan atmen, dann die letzten Verse: „I’m with you always/I’m with you rain or shine“. So wie Dylan das singt, ist nicht ganz klar, ob das jetzt ein Versprechen ist oder doch eher eine Drohung.

    Bob Dylan
    FALLEN ANGELS
    Columbia/Sony
    8/10

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