-

Lindi Ortega – LIBERTY

■

Lindi Ortega Liberty

Die Kanadierin bringt Nancy Sinatra, Tarantino und Morricone auf einen Nenner.

Lindi Ortega ist echt eine Marke. Eine Sondermarke. Das hat die etwas schräge, etwas schrille Country-Sängerin aus Toronto bereits mit vier außergewöhnlichen Alben bewiesen. Mit ihrem neuen Werk LIBERTY bleibt sich die geheimnisvolle Dunkelhaarige treu – und reitet mal wieder konsequent gegen den Strom. Wobei: So ganz gegen den kommerziellen Strich gebürstet ist es nun auch wieder nicht. Schließlich sind Größen wie Ennio Morricone, Dolly Parton, Johnny Cash und Emmylou Harris ihre wohl wichtigsten Inspirationsquellen. Doch wie Lindi Ortega das alles unter einen Cowboyhut bringt, sucht seinesgleichen. Alleine die Titel ihrer neuen CD lassen erahnen, dass die Dame wieder auf Kreativ-Trip war: ›Through The Dust Part I‹, das klingt nach Konzept-Album und Wild-West-Hymne. Und tatsächlich entführt einen der Opener binnen weniger Takte in einen, sagen wir mal Quentin-Tarantino-Western. Ennio Mor­ricone stand hier unüberhörbar Pate. Beim anschließenden, ganz auf 60ies-Sound getrimmten ›Afraid Of The Dark‹ gibt sie die junge Nancy Sinatra auf LSD – frivol, gefährlich und erfrischend frech. In diesem Stil geht es munter weiter bis zum finalen Tex-Mex-Show­down ›Gracias a la Vida‹. Bravo! Man ziehe den Som­brero vor dieser Künstlerin.

8/10

Lindi Ortega
LIBERTY
SHADOWBOX MUSIC INC./MEMBRAN

- Advertisement -

Weiterlesen

Viper Queen – Munich Rock City

Die Zeiten, in denen München als weltweit gefragte Adresse für die internationale Rockszene galt, müssen nicht vorbei sein. Die fünf von VIPER QUEEN versuchen,...

Endlich am Kiosk & ab sofort im Online-Shop erhältlich: Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK!

Tony Iommy - Über die Vergangenheit mit Black Sabbath und sein brandneues Studioalbum. •• Aerosmith Der turbulente Weg zum großen 80er-Comeback. • Greta Van Fleet Die Kids werden...

Lebenslinien: Zakk Wylde

Er spielte jahrelang Gitarre für Ozzy und hörte sich endlose Geschichten von ihm und Lemmy an. Er war im Himmel, als er Elton John...
- Advertisment -