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No Sinner – BOO HOO HOO

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No SinnerKann denn Rocken Sünde sein?

Nein, weshalb der Name dieser Band ganz passend ist. Obwohl die megakurzen Jeans-Hotpants von Fräulein Colleen Rennison, die auch prominent das Cover zieren, in klerikalen Kreisen nur inoffiziell auf Wohlwollen stoßen dürften. Steht die Kanadierin aber am Mikro, ist ihr Outfit sofort Nebensache – in einer Zeit, in der gefühlt alle zwei Monate eine neue, vielversprechende Bluesrockröhre ins Rampenlicht tritt, kann die Endzwanzigerin, die als Schauspielerin schon länger etabliert ist, ohne Weiteres bestehen. Musikalisch zieht ihre Band dabei keine besonders exaltierten Kreise: gut abgehangener Blues eben, garniert mit ein bisschen Gospel-Flavour und natürlich ordentlich knarzendem Oldschool-Rock. Ein bewährtes Rezept, an dem man nichts ändern muss, wenn man so viel Inbrunst und Charakter in die Stimme packen kann. Beth Hart muss darüber zwar noch keinen Schlaf verlieren (und nimmt No Sinner im Dezember sogar als Support mit), doch mit BOO HOO HOO liefert die Dame aus Vancouver eine überzeugende erste Visitenkarte ab.

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