’77: Let there be rock

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’77: Let there be rock

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Hinter ihren Instrumenten agieren die Riffrocker von ’77 wie eine Mischung aus Muppetshow-Monster und John Travolta mit zu langen Haaren. Stand bei ihren früheren Alben vor allem ihre Liebe zu AC/DC im Vordergrund, so haben sie sich jetzt mehr in Richtung 60er-Jahre entwickelt. Denn ihr neues Album erinnert stark an die Yardbirds, The Who, Flaming Groovies und The Kinks.

Wer ’77 schon mal live gesehen hat, weiß wie der Hase läuft: Frontmann Armand Valeta und sein Bruder LG (beide spielen zudem Gitarre) sind auf den Bühnenbrettern die pure Energie. Schon ganz früh wurden die Weichen für ihre rockmusikalischen Vorlieben gestellt, Armand erinnert sich: „Als ich und mein Bruder noch im Kinderzimmer herumtollten, waren wir beide riesige Fans von Queen, ich muss da etwa neun Jahre alt gewesen sein. Ich las irgendwann etwas über Pantera in einem spanischen Magazin – und die Art wie sie auf den Bandfotos posierten, faszinierte mich ungemein. Irgendwann kamen dann Metallica, Black Sabbath und Iron Maiden dazu. Aber die vielleicht größte Initialzündung erreichte mich, als ich im Alter von elf Jahren eine Videokassette in die Finger bekam und mir das Jimi-Hendrix- Live-Konzert in Monterey anschaute. Ich war wie elektrisiert und begann danach Gitarre zu spielen wie ein Verrückter. Etwas später, als ich POWERAGE von AC/DC entdeckte, war es dann komplett um mich geschehen. Ja, und seitdem mache ich immer weiter.“

Auch über ihr Elternhaus wurde ihre Leidenschaft befeuert: „Unsere Eltern“, so holt Armand aus, „hatten unendlich viel Musik daheim, viele Hunderte Schallplatten und noch mehr Tapes. Sie spielten auch selber in einer Band und hatten ein offenes Ohr für jede mögliche Art von Sound, egal ob es Jazz war oder Johann Sebastian Bach, Vivaldi oder Georg Philipp Telemann. Eine Band, die mich quasi mein ganzes Leben begleitet, sind die Beatles – vermutlich auch die Band, die ich schon als Kleinkind gehört habe. Natürlich mag ich auch die Stones und Creedence Clearwater Revival, weil sie mich immer an mein Elternhaus erinnern – und ich finde diese Bands meist besser als das, was heute so veröffentlicht wird. Mein Vater verehrte ganz besonders The Kinks und außerdem The Shadows und The Ventures. Und mit diesen Bands habe ich auch angefangen zusammen mit meinem Dad Gitarre zu spielen.“

Armand klingt glücklich. Er mag sein derzeitiges Leben und setzt alles daran, dass es noch lange mit seiner Band weitergeht. Der Frontmann deutet es an: „Die letzten 20 Jahre waren bestimmt von meiner eigenen Musik. Das wäre jetzt eine ziemliche Katastrophe, wenn mir das von heute auf morgen weg brechen würde. Aber angenommen ich könnte aus irgendeinem Grunde nicht mehr Gitarre spielen, dann würde ich vielleicht auf Tourmanager umsatteln. Das würde mir gut ge­­fallen. Außerdem lerne ich seit einiger Zeit Flamenco-Gitarre zu spielen – und mich da technisch weiter vorzuarbeiten, das würde mir auch ganz gut gefallen.“ Aber wie gesagt sind das nur Gedankenspiele für den etwaigen Fall der Fälle. Armand bringt es auf den Punkt: „Momentan liegt der Fokus meines Lebens ganz eindeutig auf ’77 und ich will hoffen, dass es mit unserer Band noch sehr lange weitergeht.

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