The Beatles: Get Back

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The Beatles: Get Back

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Bildband und sechsstündiger Doku-Dreiteiler auf Disney+

Bevor am 25., 26. und 27. November 2021 auf dem Streaming-Dienst Disney+ die sechsstündige Dokumentation „The Beatles: Get Back“ des australischen Regisseurs und Oscar-Preisträgers Peter Jackson Premiere feiert, ließ es sich auf das Ereignis schon mal vorab mittels eines Bildbandes einstimmen. 240 Seiten im Format 302 x 250 x 38 mm, versehen mit Conny Löschs Übersetzungen
der Texte von Peter Jackson, Hanif Kureishi und den Beatles selbst, sowie ultrarare Fotos von Ethan A. Russell und Linda McCartney. Selbst absolute Beatles-Kenner zeigen sich erstaunt über das bis dato unveröffentlicht gebliebene umfangreiche Material. Als wahres Füllhorn erweist sich auch Peter Jacksons Doku.

Seiner Geduld, Ausdauer und Hartnäckigkeit verdankt die Welt diesen zweiten intensiven Blick auf die finale Ära der Liverpooler Fab Four. Nach Gründung des hauseigenen Unternehmens Apple Corp. inklusive Verlag und Label im Mai 1968 sowie dem Doppelalbum THE BEATLES vom November gleichen Jahres nahm der schleichende Entfremdungsprozess von John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr, der einsetzte, als Manager Brian Epstein im August 1967 verstarb, an Fahrt auf. Nichts Ungewöhnliches für vier junge Männer Ende 20 – doch den Beatles schauten beim Erwachsenwerden weltweit Millionen zu.

Im Januar 1969 gingen sie mit Regisseur Michael Lindsay-Hogg (Ready Steady Go!) ein neues Projekt an: In den Twickenham Film Studios in Richmond beobachtete Lindsay-Hogg aus Fly-On-The-Wall-Perspektive, ohne Erklärung, Szenentitel oder gar Interviews, den Entstehungsprozess eines neuen Beatles-Albums namens GET BACK. Gewissermaßen eine Big Brother Containershow des spontanen Kreativseins. Präsent auch der zeitweilig als fünftes Bandmitglied gehandelte US-Keyboarder Billy Preston, Yoko Ono, Pattie Boyd, Maureen Starr, Linda Eastman samt Tochter Heather sowie diverse Langzeitweggefährten aus dem Beatles-Apple-Umfeld.

Als der 80-minütige Film im Mai 1970 unter dem neuem Titel „Let It Be“ parallel zur gleichnamigen, finalen Beatles-LP Premiere feierte, zeigte sich da vor allem eine Band, die trist, verbittert und zerstritten in den letzten Zügen lag. Peter Jacksons neuer Ansatz verblüfft allenthalben. Aus rund 60 Stunden Filmmaterial und 140 Stunden Audioaufzeichnungen entstand „The Beatles: Get Back“. Jacksons Porträt zeichnet ein vollkommen anderes Bild: Anstatt sich auf die zweifellos vorhandenen negativen Aspekte zu konzentrieren, erlebt der Zuschauer eine Truppe, die Wärme, Fröhlichkeit, Freundschaft, Kameradschaft, Albernheit und auch das noch immer vorhandene kreative Genie vermittelt. Komplett enthalten auch das
legendäre 42-minütige Rooftop Concert am 30. Januar 1969 auf dem Dach von Apple Corps in der Londoner 3 Savile Row. Möglich machte all das eine von Jackson schon in dessen Kinofilm „They Shall
Not Grow Old“ zum Einsatz gekommene Technologie – altes Filmmaterial wurde digitalisiert, optimiert, koloriert und in 4K-Qualität transformiert.

Giles Martin, Sohn von George Martin, mischte neu ab, Paul McCartney, Ringo Starr, Yoko Ono und Olivia Harrison gaben ihren Segen. Ringo Starr erläutert bescheiden: „Diese Band arbeitete wirklich hart, erlebte emotionale Hochs und Tiefs, um dahin zu gelangen, wo sie letztendlich landete. So war das
eben. Peter Jackson ist unser Held, er hat einen tollen Job gemacht!

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