Review: Tim Buckley – THE COMPLETE ALBUM COLLECTION

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Die ganze Geschichte Der Grössten Rockband Aller Zeiten!

Review: Tim Buckley – THE COMPLETE ALBUM COLLECTION

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Tim Buckley Complete Album CollectionSongs für Sirenen und Delphine: fast alle Buckley-Meisterwerke in einer Box.

Mit gerade mal 28 Jahren starb der US-Singer-Song­writer Tim Buckley 1975 an einer fälschlich für Kokain gehaltenen Überdosis Heroin. 22 Jahre später ging auch Buckleys Sohn Jeff tragisch früh mit nur 30 Jahren von dieser Welt. Während der Filius lediglich ein Ausnahmewerk hinterließ, lieferte Tim Buckley bis 1974 neun durchweg exzellente Alben, die sich leider ohne SEFRONIA (1973) und LOOK AT THE FOOL (1974), da­­für aber samt Outtake-Sampler WORKS IN PROGRESS im Box-Set THE COMPLETE ALBUM COLLECTION vereinen: Das Debüt TIM BUCKLEY, 1966 produziert von den Elektra-Oberen Jac Holzman und Paul A. Rothchild, sammelte von Buckley selbstverfasste, sparsam mit u.a. Jack Nitzsche und Van Dyke Parks ins­trumentierte, me­­lancholische Folkperlen – ›Grief In My Soul‹ avancierte seinerzeit zum College-Radio-Kult.

Verhalten im Zeichen der Psy­chedelic stand im August 1967 GOODBYE AND HELLO. Erstmals brach Buckley mit ›Hallucinations‹, ›I Never Asked To Be Your Mountain‹ und dem Titelsong aus dem Dreiminutenschema aus. Unter der Ägide von Lovin‘ Spoonfuls Zal Yanovsky und Jerry Yester wagte Buckley mit HAPPY SAD (1969) den Paradigmenwechsel: Zeit­lupenhafter Folk Jazz (›Strange Feelin’‹, ›Buzzin‘ Fly‹, ›Gypsy Woman‹), unterfüttert durch David Friedmans Vibraphon, avancierte zur Blaupause. Mit dem selbst produzierten Experiment BLUE AFTERNOON wechselte Buckley im November 1969 zu Frank Zappas Straight-Label. Abermals assistierten bei Ausnahmesongs wie ›I Must Have Been Blind‹ und ›The River‹ Friedman sowie Lee Underwood an Gitarre und Klavier.

Tief in die atonale Avantgarde tauchte er im Mai 1970 mit Underwood, Bassist John Balkin und Perkussionist Carter Collins auf dem von Dick Kunc für Elektra produzierten Meilenstein LORCA ein. Fünf abstrakte Klangskulpturen jenseits ge­­normter Hörgewohnheiten. Im November gleichen Jahres folgte für Straight das abermals selbstproduzierte Jazz-Abenteuer STARSAILOR mit Underwood, Balkin und dem Mothers-Of-Invention-Trompeter Bunk Gardner – ›Songs To The Siren‹ entwickelte sich zum Underground-Hit. Mit dem kommerziell erstmals moderat erfolgreichen GREETINGS FROM L.A. vollzog Buckley 1972 dann einen weiteren Wechsel: Soul, Funk, Rock und Pop hielten Einzug, alles hübsch flockig arrangiert. Dem Ohrwurm ›Move With Me‹ gelang sogar der Sprung in diverse Radio-Playlists.

9/10

Tim Buckley
THE COMPLETE ALBUM COLLECTION
RHINO/WARNER

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