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Pink Floyd – THE DIVISION BELL 20TH ANNIVERSARY BOX SET

Pink Floyd - division bellÜppiges Fanpaket zum 20. Jubiläum: Pink Floyds bislang letztes Lebenszeichen.

Was einstmals recht hemdsärmelig begann, erwies sich im windigen Rockbusiness über nahezu fünf Dekaden als ausgezeichnet funktionierende Musterehe. Seit nunmehr 47 Jahren halten beide Seiten unverbrüchlich aneinander fest: Pink Floyd und EMI.

Wo andere Bands längst schon ihren Gesamtkatalog gegen üppige Kontenaufstockung veräußert hätten, bleibt die Geschäftsverbindung eine lebenslängliche. Selbst Nebensächlichkeiten wie die Tatsache, dass die Rock-Legende seit 1996 eigentlich nicht mehr zu existieren scheint und EMI nunmehr in zwei Hälften zerschlagen die Kassen der Branchenriesen Warner und Universal bereichert, trüben das Verhältnis nicht.

Als Teil der Parlophone Label Group wanderten Pink Floyd zu Warner. Klar, dass der neue Rechteinhaber nun auch ein schönes Stück vom lukrativen Kuchen abhaben möchte. Da kommt das Re-Issue zum 20. Jubiläum des abermals in ein Cover von Floyds Langzeitdesigner Storm Thorgerson verpackten finalen Werks THE DIVISION BELL gerade recht. Ein wahrlich opulentes Paket aus Doppel-Vinyl im Klappcover, zwei Vinyl-Singles, einer 12-Inch-Single, einer CD, einer Blu-Ray-Disc im 5.1 Surround -Mix sowie fünf Kunstdrucken. Angemessen für ein Opus, das Pink Floyd 1994 zwar letztmalig als Band, aber wieder mit sich im Reinen präsentierte.

Wie der Vorgänger auf Gilmours Themse-Hausboot Astoria mit diversen Gästen aufgezeichnet, befanden sich Pink Floyd wieder auf Augenhöhe mit der eigenen glorreichen Vergangenheit.

Richard Wright, 2008 verstorbener Keyboarder, reihte sich in der ätherischen Produktion von Bob Ezrin und Gilmour wieder als vollwertiges Mitglied ein. In vier (›Cluster One‹, ›What Do You Want From Me‹, ›Marooned‹, ›Keep Talking‹) von elf Tracks beteiligte er sich als Co-Komponist im Gespann mit David Gilmour sowie dessen zweiter Ehefrau, der Texterin Polly Samson.

Ein weiterer Song, ›Wearing The Inside Out‹, entstand im Gespann mit Anthony Moore, Wright und Gilmour steuerten die Stimmen bei. Als Nachwehen des Berliner Mauerfalls ließe sich die Zeile „There was a wonderful moment of optimism when the wall came down“ im Song ›A Great Day For Freedom‹ werten. Doch lässt sich auch ein augenzwinkernder Seitenhieb auf Roger Waters nicht ausschließen. Ein wahrlich vielversprechender Neubeginn, dem jedoch bis heute keinerlei Fortsetzung folgte.

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1 Kommentar

  1. Krass, auch schon wieder 20 Jahre her. Vielleicht keiner der ganz großen Floyd-Klassiker, aber trotzdem ein Wahnsinnsalbum! Wie traurig, dass es wohl für immer das letzte seiner Art bleiben wird.

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