Neuigkeiten zu: Georgia Satellites

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Neuigkeiten zu: Georgia Satellites

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Was machen eigentlich die Georgia Satellites?

Für einen kurzen Augenblick lag ihnen die Rockwelt zu Füßen.
Nach dem ziemlich rapiden Ende wurde die Geschichte dann ein wenig kompliziert…

Wer 1986 die amerikanischen Charts verfolgte, kam nicht an ihnen vorbei: Mit ›Keep Your Hands To Yourself‹ landeten die Georgia Satellites einen Riesenhit, der bis auf Platz 2 stieg, aufgehalten nur von Bon Jovis ›Livin‘ On A Prayer‹. Vier Hillbillies mit wehenden Haaren auf der Ladefläche eines alten Heavy-Duty-Pickup-Trucks – amerikanischer ging‘s nicht, was der lockere Mix aus Bluesrock und Country-Gejodel perfekt untermalte.
Die Leichtfüßigkeit dieses Durchbruchs war allerdings trügerisch, denn nach zwei erfolglosen Inkarnationen – jeweils mit Sänger Dan Baird und Gitarrist Rick Richards – hatte sich die Band schon aufgelöst und wurde erst durch das Interesse eines britischen Labels wieder zum Leben erweckt, erneut mit anderen Mitstreitern um das Kernduo.

Der Erfolg war allerdings nur von kurzer Dauer. ›Battleship Chains‹, die zweite Single-Auskopplung vom selbstbetitelten Debütalbum, kam gerade noch in die untersten Regionen der Hot 100, danach folgten zwei Alben, die von Kritikern und Die-hard-Fans zwar gelobt wurden, kommerziell aber durchfielen. Dass sie einen Stein ins Rollen gebracht hatten, ließ sich spätestens dann nicht mehr leugnen, als die Black Crowes ab 1989 durchstarteten – sie folgten in den Fußstapfen der Georgia Satellites, waren aber wesentlich sexier und machten diese so quasi überflüssig.

Das Resultat ähnelt so manchem Nachspiel, das Dutzende Bands dieser Ära seitdem durchlebten. Frontmann Dan Baird stieg 1990 aus, um eine Solokarriere zu starten, der Bandname blieb jedoch bei Rick Richards, der ihn seither mit Bassist Rick Price vom dritten Line-up ausschlachtet. Auch 2013 tourt diese Schattenver­sion noch durch die USA.

Baird wiederum machte zwei Soloalben, beide mit Beteiligung von Mauro Magellan, ebenfalls aus dem dritten Line-up, bevor er Keith Christopher von der allerersten Phase 1980-82 sowie die Nashville-Legende Warner E. Hodges ins Boot holte, um ab 2007 als Dan Baird And Homemade Sin ebenfalls das Erbe der Truppe aus Atlanta zu verwalten. Und das nicht nur auf amerikanischen und europäischen Bühnen, sondern ab Oktober sogar mit einem neuen Album!

Matthias Jost

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