AC/DC: Hannover, Messegelände

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AC/DC: Hannover, Messegelände

ACDC live 2010 1 @ C. Taylor CrothersRock-Feuertaufe bestanden: AC/DC bringen gemeinsam mit 80.000 Fans den Hermesplatz zum Beben. In dieser Größenordnung ist das für Hannover eine Premiere.

Es ist ein Aufgebot der Superlative: Für die Großkonzert-Premiere auf Hannovers Hermesplatz, direkt neben dem Expo-Holzdach, lassen sich AC/DC in Sachen Technik & Co. nicht lumpen. 31 Lkw, allesamt 40-Tonner, schaffen das Equipment nach Niedersachsen, wo 80.000 Fans auf Angus Young und seine Mitriffer warten. Zunächst jedoch gehört die Bühne den Wiener Metallern Boon, die sich von der Masse nicht einschüchtern lassen und souverän ihr Set durchziehen – selbst wenn logischerweise viele erst einmal am Bier-stand kampieren anstatt vor der Bühne. Besser läuft es für Accept: Die Metal-Veteranen, die mit ihrem neuen Frontmann Mark Tornillo an den Start gehen, sichern sich die Sympathien der Hannoveraner. Und beweisen: Es geht auch ohne Udo Dirkschneider. Es bleibt spannend, was das neue Album BLOOD OF NATIONS bringt, das am 20. August auf den Markt kommt.

Doch nun wird es Zeit für die Hauptattraktion des heutigen Abends: Das 55.000 Quadratmeter große Gelände ist bis auf den letzten Zentimeter mit Rockern vollgestopft, als AC/DC mit ›Rock’n’Roll Train‹ in ihr Set starten und die bereits von der Vorjahres-Tour bekannte Lok auf die Fans zurasen lassen. Angus Young und Brian Johnson übernehmen dabei die Rolle der (An-)Heizer, sie animieren das Publikum zu Hörnergruß und Mähnenschüttlung, was auch bestens funktioniert. Nach dem BLACK ICE-Einstieg gibt es Altbekanntes zum weiteren Warmwer-den: ›Hell Ain’t A Bad Place To Be‹, ›Back In Black‹, ›Big Jack‹ und ›Dirty Deeds Done Dirt Cheap‹ – angesichts solcher Kracher, die noch dazu mit unglaublicher Präzision abgeschossen werden, drängen alle nach vor, selbst wenn die Bierbecher leer sind. Das Nachschubholen wird vertagt. Zu ›Thunderstruck‹ müssen AC/DC die Masse nicht mehr einpeitschen – Zehntausende lassen den Donner aus ihren Kehlen grollen, ein wahres Naturschauspiel. Angesichts der geballten Partykraft der Hannoveraner müssten Johnson, die Youngs, Cliff Williams und Phil Rudd gar nicht mehr mit voller Kraft weiterheizen, doch natürlich lassen es sich die Australier nicht nehmen, noch eine Riff-Schippe draufzulegen. Während bei ›War Ma-chine‹ noch ein bisschen Zeit zum Atemholen ist, geht’s danach im Höllentempo weiter: ›High Voltage‹, ›You Shook Me All Night Long‹ und das wie immer hochexplosive ›T.N.T‹ detonieren punktgenau, und Angus dreht sich einmal mehr in Solo-Hochgeschwindigkeit um die eigene Rückenachse. Als dann auch die Rosie in überdimensionaler Form einschwebt, ist allen klar – es kann nur ein Motto geben: ›Let There Be Rock‹! Und damit die AC/ DC-Pilger sich über den langen Heimwegsstau auch mit ordentlichen Ohrwürmern hinwegtrösten können, kommt die Band noch für zwei Zugaben wieder: ›Highway To Hell‹ und ›For Those About To Rock (We Salute You)‹. Keine Über­raschungen, sicher. Aber absolute Ekstase-Garanten. Und genau auf die haben heute alle gewartet.

Setlist
Rock N’ Roll Train
Hell Ain’t A Bad Place To Be
Back in Black
Big Jack
Dirty Deeds Done Dirt Cheap
Shot Down In Flames
Thunderstruck
Black Ice
The Jack
Hells Bells
Shoot To Thrill
War Machine
High Voltage
You Shook Me All Night Long
T.N.T.
Whole Lotta Rosie
Let There Be Rock

Highway To Hell
For Those About To Rock (We Salute You)

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