-

Howe Gelb – THE COINCIDENTALIST

gelb, howeMusik für die Stunden nach Mitternacht.

Was ist nur mit Howe Gelb los? Mit 57 Jahren ist er für beginnende Altersmilde eigentlich noch zu jung, doch ›Vortexas‹, der Opener seines neuen Albums, klingt eindeutig nach Bekennerballade, gesungen – besser: geraunt – gegen halb vier Uhr morgens, und zwar über einen ranzigen Tresen gebeugt, der nach vollen Aschenbechern und leeren Schnapsgläsern riecht. Und so geht’s zunächst auch weiter, wer jene Gitarrenbreitseiten und Noise-Attacken sucht, mit denen Giant Sand einst das Americana-Genre in Richtung Indie-Rock erweiterten, der muss warten. Und zwar, bis das Album vorbei ist, und dann CENTER OF THE UNIVERSE von 1992 in den Player schieben. THE COINCIDENTALIST oszilliert über weite Strecken zwischen sparsam inszeniertem Folk und melancholischen Pianoklängen, bereichert um Gelbs typisch spröden, narrativen Gesangsstil. Das klingt zunächst nicht allzu spektakulär, doch – ebenfall typisch Howe Gelb – wachsen einem die Stücke nach mehreren Durchläufen deutlich enger ans Herz. Musik für die Stunden nach Mitternacht.

- Advertisement -

Weiterlesen

IN MEMORIAM PHIL LYNOTT

40 Jahre nach seinem Tod sprechen Scott Gorham, Eric Bell, Mark Stanway, Laurence Archer und andere über den Bandkollegen und Freund, den sie kannten...

Die brandneue Ausgabe von CLASSIC ROCK liegt für euch am Kiosk!

Die Titelstory – Bon Scott: Das Chaos, die Widersprüche und das schelmische Genie. Freunde, Roadies und Stars erinnern sich an die AC/DC Legende. Hier könnt...

No business like show business

Mit ihrer einzigartigen Mischung aus genreübergreifender Musik, theatralischer Präsentation, sozialem Engagement und Fanverehrung hätte es The Sensational Alex Harvey Band verdient, mehr Platten zu...
- Advertisment -