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Flashback: Politik und Staraufgebot bei Live Aid

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Flashback: Politik und Staraufgebot bei Live Aid

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Freddy Mercury Live Aid 1985Heute feiert Live Aid sein 38. Jubiläum. Und Initiator Bob Geldof zeigt sich pessimistisch, was die Zukunft der Menschheit angeht.

Am 13. Juli 1985 fand Live Aid statt. Von Bob Geldof und Midge Ure organisiert, fanden beiden Konzerte simultan im Londoner Wembley Stadion und John F. Kennedy Stadion in Philadelphia statt und wurden weltweit live übertragen. So konnten ungefähr 1,9 Milliarden Zuschauer dem Event beiwohnen.

Ziel war es, Spenden zu sammeln, um der extremen Hungersnot in Äthiopien entgegenzuwirken. Durch das einmalige Star-Aufgebot konnten (umgerechnet) circa 180 Millionen Euro an Spendengeldern eingenommen werden.

Unter den vielen Shows wie beispielsweise von Black Sabbath mit Ozzy Osbourne, The Who, Led Zeppelin mit Phil Collins am Schlagzeug, Status Quo, Bob Dylan, den Beach Boys, Bryan Adams, David Bowie, U2 und einigen mehr ist bis heute vor allem der Auftritt von Queen im kollektiven Gedächtnis verankert, während Led Zeppelin sich beispielsweise weigerten, den Videomitschnitt ihres eher holprigen Auftritts von damals zu veröffentlichen.

Doch Live Aid sorgte nicht nur für Jubel: Bereits 1985 wurde kritisiert, dass es vielen Bands vor allem um ihr Image und die positive Publicity im Rahmen des Events gehe. Außerdem würde man mit den Spendengeldern nur die Symptome des Problems bekämpfen, nicht aber die Wurzel. Die Musikzeitschrift Spin veröffentlichte 1986 einen Artikel, in dem moniert wurde, dass ein Großteil der Gelder dem Staatsoberhaupt bzw. Diktator Mengistu Haile Mariam zugute kam.

In einem Interview mit der Bild am Sonntag im Jahr 2020 zeigte sich Sir Geldof pessimistisch, was die Zukunft betrifft: „Wir haben Trump gewählt, wir haben zugelassen, dass nichts gegen den Klimawandel unternommen wird. Es ist aus und vorbei.“

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