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Neuigkeiten zu: Eclipse Sol-Air

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Neuigkeiten zu: Eclipse Sol-Air

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Polyglott und progressiv

Sprachen sind wichtig für die deutsch-französischen Progrocker mit Sitz im malerischen Regensburg. „Auf unserem Debüt Bartoks Crisis hatten wir Arabisch, Kroatisch, Französisch, Englisch und Deutsch dabei“, erinnert sich Sänger/Keyboarder Philippe Matic-Arnauld des Lions. „Wir setzen Sprachen wie Instrumente ein. Manches Lied eignet sich besser für die eine oder andere Sprache.“ Der 2011 erschiene Erstling von Eclipse Sol-Air erzielte ein erstaunliches Echo in der Szene, die positiven Kritiken bestärkten das traditionsbewusste Sextett auf seinem Kurs. Während des Interviews fallen Namen wie Jethro Tull, Yes, Camel, Supertramp und immer wieder die alten Genesis mit Peter Gabriel. „Der klassische Progrock ist für mich die einzige wahre Musik“, lobpreist mein Gesprächspartner das Genre, „er ist eine Droge.“

Schizophelia heißt das neue Werk. Dieses Mal singt die Band nur in drei Sprachen, musikalisch bleibt sie natürlich den progressiven Klängen treu. Es erklingen Streicher und Querflöte, dicke Keyboardteppiche, filigrane Gitarrengewebe, Chöre sowie Bass- und Schlagzeugdonner. Als Produzenten fanden sie den idealen Mann dafür, Frank Bornemann von Eloy, der wohl erfolgreichsten deutschen Progrockband. „Deutschlandweit war Frank der einzige, der für den Job in Frage kam“, findet Philippe. Schizopehelia sei „ein Kunstwort, das sich darauf bezieht, dass alles im Leben schizophren oder paradox ist. Wie etwa der Manager, der beim DAX-Unternehmen Menschen ausbeutet und später eine Million an soziale Stiftungen spendet“, gibt Philippe ein Beispiel. „Es geht um unsere Neigung, Dinge stets von zwei Seiten zu sehen.“

Der bayerische Franzose ist ein Mann mit vielen Talenten. Er ist nicht nur Musiker und Komponist, sondern auch studierter Pantomime, der nebenher als tourist guide Besucher durch die mittelalterliche Handelsstadt Regensburg führt. Sein theatralisches Talent kommt dem Frontmann gerade im Konzert zugute. „Live legen wir Wert auf eine ansprechende Show“, betont Philippe. „Aber bei uns ist es nicht so wie bei früher bei Genesis als Peter Gabriel in Rollen und Kostüme schlüpfte und die anderen stumm in Jeans und T-Shirt zuguckten. Bei uns machen alle mit.“

 

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