Neuigkeiten zu: Robert Pehrsson Humbucker

Robert Pehrsson's Humbucker

„Ich mag die Vorstellung, mit meinen Songs nicht nur die Fans eines Genres zu erreichen.“

Robert Pehrsson sitzt auf einer weißen Couch im Gutterview Studio und stellt fest, dass er auf jeder der bisher hier aufgenommenen Platten zu hören ist. Protzig wirkt der Gitarrist dabei keineswegs. In seinen Augen schimmert Dankbarkeit, Leidenschaft und die Vorfreude darauf, sein Album endlich der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In seinen Songs geht es um Liebe, Einsamkeit, dem Gefühl fremd und auf der Suche zu sein. „Mir wird eine gewisse Romantik nachgesagt”, klärt uns Robert breit grinsend auf. „Nicht alle meine Texte basieren auf persönlichen Erfahrungen, aber die Tatsache, dass ich sie alle selbst geschrieben und mich mit ihnen beschäftigt habe, macht sie letztendlich doch alle sehr persönlich.“ Das Schreiben von Texten war für den vielbeschäftigten Gitarristen eine neue Erfahrung. „Ich musste mich wirklich überwinden. Ich hatte Angst, manche Zeilen könnten zu kitschig sein, aber dann habe ich mir die Texte von Paul Stanley bewusst angehört und festgestellt, dass seine viel schnulziger sind.” Beim Schreiben lässt sich der Schwede von den Musikern inspirieren, die ihn schon eine lange Zeit begleiten. „Ich bewundere Tom Petty und Neil Young für ihre Songs und ich versuche, von ihnen zu lernen. Musikalisch betrachtet, findest du in meinen Songs all die anderen Bands, die ich mein Leben lang höre, z.B. Thin Lizzy, Kiss, The Doors und ich denke auch neuere Sachen wie etwa Nirvana oder Dinsaur JR.” Gern erinnert sich Robert an die Tage zurück, als er durch seinen Vater und dessen Brüder Led Zeppelin, The Who und ZZ Top entdeckte. Seine erste eigene Schallplatte war allerdings Ennio Morricones Soundtrack zu THE GOOD, THE BAD AND THE UGLY. Pehrssons Musik zielt nicht darauf ab schneller, härter oder lauter als die der anderen zu sein. Es geht ihm allein um die Songs, in denen er sich zu Hause fühlt. Das Resultat ist sehr radiotauglich, ohne dabei in die Belanglosigkeit abzudriften. Ein wirklich besonderer Alleingang.

Ben Klein