Review: Time And Space Society – WHEEL OF FORTUNE

time and space societyNew Wave, Indie Rock und Düsternis. So frisch hat lange keine deutsche Band mehr diese Genres interpretiert.

Time And Space Society um Sänger Class Hoffmann verschreiben sich auch auf ihrem dritten Album WHEEL OF FORTUNE der Düsternis des New-Wave-Rock und dem Indie-Rock klassischer Schule, inklusive mystischer Texte und Songs mit Hitpotenzial. Die Band, die derzeit in Hamburg ihre Zelte aufgeschlagen hat, wird im Kanon artverwandter Gruppen gerne vergessen, es ist an der Zeit, dies zu ändern. Schließlich spielen sich die Herren seit Jahren die Hände wund. Class Hoffmann spinnt um die tollen New Wave Hymnen seine düsteren, mal märchenhaften, aber immer konsequent schlauen Texte. Ganz ehrlich: Ein Opener wie ›Shifting Shapes‹ hat so manchen Granden des Genres wie beispielsweise Interpol zuletzt gefehlt, hier zeigen Time And Space Society wie sehr sie geradlinige und melodiöse Gitarrenfiguren beherrschen. Der Schwere des Genres begegnen die vier Gruppenmitglieder mit einem mitunter lockeren Probesession-Vibe, vor allem durch das entspannt groovende Schlagzeugspiel. Ebenso auf der Habenseite stehen geschickt eingestreute Überraschungsmomente. Im Schlusstück ›Great Sea‹ singt die Gruppe im Chor – und das Stück klingt dadurch wie ein irisches Volkslied. Tolle Band, abermals tolle Platte.

keine Wertung

Time And Space Society
WHEEL OF FORTUNE
Treibhaus Records