Review: Steven Wilson – TO THE BONE

Der Prog-Meister als Fan.

Steven Wilson macht keinen Hehl daraus, dass er auch als Musiker und Produzent immer noch Fan anderer großer Künstler geblieben ist. Mit seinem neuen Album TO THE BONE forscht er erklärtermaßen auf den Spuren wichtiger (Prog/Pop-)Werke wie SO von Peter Gabriel, HOUNDS OF LOVE von Kate Bush, COLOUR OF SPRING von TALK TALK und SEEDS OF LOVE von Tears For Fears. So unterschiedlich diese Scheiben auch sein mögen, sie alle eint ein besonderes Phänomen: grandiose Kompositionen, die lange schon zu Klassikern der Musikgeschichte geworden sind. Ein ähnliches Schicksal „droht“ nun auch TO THE BONE, Wilsons fünfter und bis dato bester Soloscheibe. Denn seinem eigenen Anspruch folgend zeichnen sich die Songs der Scheibe durch schier süchtig machende Melodiebögen aus, die sich an kein Genre klammern, sondern jede Grundidee ihre eigene stilistische Nische suchen lassen. Ist dies nun Pop? Prog? Rock? Irgend­wie alles zusammen und doch auch wieder nicht. Es ist schlicht und ergreifend das neue Album von Steven Wilson, dem Meister aller Klassen!
9/10
Matthias Mineur

Steven Wilson
TO THE BONE
CAROLINE