Review: Rob Halford – THE COMPLETE ALBUMS COLLECTION

rob halfordHalfords gesammelte Werke.

Ohne Sue Hill hätte es Judas Priest in der heutigen Form mit einer Agenda, die nicht weniger als stilprägend bezeichnet werden kann, vielleicht nie gegeben. Rob Halfords Schwester war es nämlich, die 1973 ihren Bruder sanft dazu überredete, in die Band ihres damaligen Freundes Ian Hill, seines Zeichens Bassist bei Judas Priest, einzusteigen. 44 Jahre später liegen nicht nur unzählige Veröffentlichungen mit Klassikerstatus und eine Weltkarriere zwischen den blutjungen Metal-Maniacs von einst und den nach wie vor tonangebenden Grandseigneurs von heute, im Falle von Rob Halford kommt auch noch die komplette Diskographie seiner Soloprojekte hinzu.

Die gibt es nun in einem kompakten Box-Set inklusive einer Karte mit Original Autogramm (!) gebündelt für die Ewigkeit. THE COMPLETE ALBUMS COLLECTION beinhaltet alle Werke von Halfords Alleingang in den Jahren von 1992 bis 2010. Evolutionslehre in Sachen Metal-Meta­morphose: Von den drei Longplayern, auf denen Rob mit Fight in Richtung Thrash aufbrach, über Voyeurs, seinem kurzlebigen Industrial-Metal-Projekt mit Rob-Zombie-Gitarrist John 5 und Trent Reznor als Produzent, bis hin zu der triumphalen Rückkehr zum klassischen Signature-Sound unter dem Signet Halford lässt sich der musikalische Selbstfindungsprozess dieses so exzentrischen wie visionären Ausnahmesängers lückenlos nachverfolgen. Glatze, Nieten und ein Stimmumfang von 4½ Oktaven: Rob Halford punktet einfach auf allen Ebenen.

8/10

Rob Halford
THE COMPLETE ALBUMS COLLECTION
SONY