Review: Enuff Z‘Nuff – CLOWNS LOUNGE

enuff z nuffChips bunter Recyclinghof.

CLOWNS LOUNGE ist kein neues Enuff Z’Nuff-Album im eigentlichen Sinne und besteht bis auf den Opener ›Dog On A Bone‹ ausschließlich aus Archivmaterial der Aufnahme-Sessions vor ENUFF Z’NUFF (1989). Da bei den damals eingetüteten Demoaufnahmen meist eine oder mehrere Spuren fehlten, wurden diese höchst authentisch zu den 27 bis 28 Jahre alten Songs gemischt. Überraschenderweise gibt es in Punkto Tracklist keinerlei Überschneidungen mit dem Debüt und man fragt sich des Öfteren, warum der eine oder andere Song damals nicht auf dem legendären Album landete. Für Sleaze-Rock-Chronisten ist CLOWNS LOUNGE eine schöne Ergänzung ihrer Plattensammlung, denn was Chip, Donnie Vie (der exklusiv für dieses Projekt zurückkehrte) und Co. hier kredenzen, ist ein Kleinod einer längst vergangenen, goldenen Zeit des Rock’n’Roll. Der Kult (und Sound) dieser Epoche ist ohne die damaligen „Umstände“ – sprich massig Geld, noch mehr Alkohol, zu viele Drogen und zahllose Groupies – nicht reproduzierbar und lässt CLOWNS LOUNGE zu einer charmanten Zeitkapsel werden. Als cooles Extra gibt es ein Wiederhören mit dem mittlerweile ver­­storbenen Warrant-Frontman Jani Lane in ›Devil Of Shakespeare‹.

7/10

Enuff Z‘Nuff
CLOWNS LOUNGE
frontiers/soulfood