Review: Bad Company – RUN WITH THE PACK/BURNIN‘ SKY

run with the packLuxus-Behandlung für Paul Rodgers und seine Spießgesellen.

Bad Company wurde die Ehre zuteil, die erste Band zu sein, die auf Led Zeppelins neugegründetem Label Swan Song Records ein Album veröffentlichen durfte – noch vor Led Zep höchstselbst. Nach dem endgültigen Aus von Free formierte Sänger Paul Rodgers zusammen mit Free-Schlagwerker Simon Kirke, Mott-The-Hoople-Gitarrist Mick Ralphs und King-Crimson-Tieftöner Boz Burrell Bad Company: eine waschechte Super­group. Bereits der Erstling von 1974 schlug ein wie eine Bombe und landete auf der Pole-Position der US-Billboard-Charts. Der Nachfolger STRAIGHT SHOOTER (1975) war ebenbürtig und fast genauso erfolgreich.

Mit den nun dargebotenen RUN WITH THE PACK (1976) und BURNIN‘ SKY (1977) setzt sich die 2015 hochwertig begonnene Deluxe-Serie fort. Das dritte Werk RUN WITH THE PACK kann mit den Vorgängern in Sachen Qualität und Erfolg nahezu mithalten und hat mit dem Titeltrack und dem The-Coasters-Cover ›Young Blood‹ zwei amtliche Hits im Gepäck. BURNIN‘ SKY kann das Erfolgsniveau nicht halten, ist aber kaum schlechter als die Vorläufer. Das Cover ist dem ’69er-Film „The Wild Bunch“ nachempfunden und die fiktive Band Stillwater aus dem Cameron-Crowe-Block­buster „Almost Famous“ klaut das Artwork für ihr erstes Shirt. Neben unzähligen Demos, alternativen Mixen und Edits sind es vor allem die zwei unveröffentlichten Songs ›Let There Be Love‹ und ›Un­­finished Business‹, die hier für reges Interesse sorgen sollten. Verteilt sind sie schlauerweise auf beide Alben…

RUN WITH THE PACK: 8/10
BURNIN‘ SKY: 7/10

Bad Company
RUN WITH THE PACK/BURNIN‘ SKY
RHINO/WARNER