Review: Hellsingland Underground – UNDERSTANDING GRAVITY

hellsinglandDas Leben verstehen, in wirklich all seinen Farben.

In zehn Jahren kann einer Band vieles widerfahren, Gutes und Schlechtes. Hellsingland Underground sind eine der Bands, bei denen das Schlechte deutlich überwogen hat. Zu den geschäftlichen wie auch musikalischen und persönlichen Rückschlägen passt auch die ellenlange und kräftezehrende Entstehungsgeschichte ihres neuen, vierten Studioalbums UNDERSTANDING GRAVITY. Genau aus diesen Negativerlebnissen aber resultiert die inhaltliche Linie dieser zwölf Stücke. Ihnen allen ist eine Erkenntnis gemein: „Nimm es, wie es kommt und nimm es nicht so ernst!“. So gerade der textliche rote Faden auf UNDERSTANDING GRAVITY gezogen sein mag, so wundervoll verworren und kunterbunt ist die musikalische Seite dieses Albums. Möchte man nur einige der dort zu findenden stilistischen Spitzen benennen, darf man sich mit folgenden wüsten Genre-Begriffen vergnügen: Da gibt es dann zum Beispiel einen Country-Folk-Hit, einen Heartland-Rock-Ohrwurm, einen weisen Mitleids-Dialog zwischen Geige und Piano, ein musikalisches Potpourri, das der Ouvertüre einer Psycho-Country-Swing-Gospel-Oper entstammen könnte, einen melancholischer Southern-Rocker in schwedischer Muttersprache und sogar einen orchestralen Klezmer-Seemanns-Chant.

Hellsingland Underground
UNDERSTANDING GRAVITY
WILD KINGDOM RECORDS/ROUGH TRADE
7/10