Review: Hail, Caesar!

hail caesar filmGanze vier Jahre sind ins Land gegangen seit dem letzten vollwertigen Coen-Brothers-Film „Inside Llewyn Davis“, in dem sich der inzwischen in „Star Wars“ als Rebellenpilot tätige Oscar Isaac als abgehalfterter Folk-Sänger durch das winterliche New York schlug. Grau getüncht, zigarettenrauchverhangen und farbentleert waren dort die Bilder und schienen die perfekte Entsprechung der tristen Innenwelt ihres Protagonisten zu sein. Die stargespickte Noir-Farce „Hail, Caesar!“ wirkt im Gegensatz dazu, als wären all die bei „Inside Llewyn Davis“ eingesparten Farbvorräte nun hier zum Einsatz gekommen. Verortet in der goldenen Ära der Traumfabrik, als epische Historienschinken und bonbonbunte Musicals en vogue waren, erstrahlt der neue Coen in kontrastreich schillerndem Technicolor-Look, wenn sich Josh Brolin, behindert durch allerlei Intrigen und undurchsichtige Machenschaften, auf die Suche nach dem entführten Superstar Baird Whitlock (George Clooney) begibt. Eine bis in die kleinsten Nebenrolle brillant besetzte, scharfzüngige und höchst unterhaltsame Hollywood-Satire des Brüderpaares, das hier erneut einen hintersinnigen Kinovolltreffer landet.

Hail, Caesar!
Universal
8/10