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Dead Star Talk: Die Sache mit dem Treib

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Dead Star Talk: Die Sache mit dem Treib

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Für fast alle Bands brachte die Zeit der Pandemie nur Probleme. Dead Star Talk allerdings wären ohne die Monate, in denen alles stillstand, vielleicht nie gegründet worden. Das Deutsch von Christian Buhl ist fast perfekt. Nur vereinzelt verraten drollige Formulierungen des Wahlhamburgers seine dänische Herkunft. „Ich habe ein paar Jahre keinen Treib gehabt, Musik zu machen“ sagt er zum Beispiel. Dass er „Bedürfnis“ oder „Drive“ meint, versteht ja jeder. Auch, warum dieser „Treib“ fehlte, ist nachvollziehbar: Christian hat beruflich von früh bis spät mit Musik zu tun. Er ist Co-Chef einer Agentur, die sich darauf spezialisiert hat, europaweit Markt-Verknüpfungen zu schaffen. Was das heißt? Sagen wir, ein ungarisches Festival will in Deutschland mehr Tickets verkaufen oder ein deutsches Label will den Benelux-Markt angreifen. Dann ist man bei Factory 92 am richtigen Ort. Hier weiß man, welche Stellschrauben gedreht werden müssen.

„Als Teenager war ich noch in Punkbands. Sehr underground, wir spielten viel live, von Schweden bis Polen“, so Christian. Doch mit dem Studium in Brüssel schlief das ein, später war’s die Agentur, die ihn voll in Anspruch nahm. Bis Anfang 2020 jedenfalls. Als die pandemie bedingte Zwangspause 2020 kam und es nichts zu tun gab, nahm der Ex-Punk, der später vor allem durch Britbands der 90er geprägt wurde, nach Jahren eben doch mal wieder die Gitarre in die Hand. Jetzt war’s, als wäre ein verschlossenes Ventil geöffnet worden. In wenigen Wochen hatte Christian 30 Songs geschrieben bzw. als Garage-Band-Demo auf seinem Computer gespeichert. Und weiter ging alles ganz schnell: Kopenhagener Bandkollegen aus alten Zeiten fanden die Songs prima, einer kannte Metallica-Produzent Flemming Rasmussen. Schon fand man sich als Quartett in dessen Studio wie der, um ein sattes, melodisches AlternativeRock Album aufzunehmen. Die ersten Singles der Dead Star Talk getauften Band fanden
bereits ein breites Echo – obwohl sie sich in einem Sound bewegen, der zur Zeit wenig angesagt scheint.

Christian klärt auf: „Ich promote ja Tag für Tag viel verschiedene Musik. Das soll keine Kritik sein, viele Acts versuchen jedoch erkennbar, alle aktuellen Micro Trends mitzunehmen. Aber wenn man seine eigene Band gründet, dann muss man das doch aus Liebe machen! Ich liebe nun mal Rockbands, die laut spielen, die aber trotzdem inklusiv sind. Bands, bei denen man auf dem Konzert mitsingt und die auch keine Angst vorm Pathos haben. Ob Oasis, The Stone Roses oder auch The Chemical Brothers: Sie haben sowohl etwas Punkiges und Dreckiges, als auch fast kitschig schöne Harmonien und Melodien. Diese Balance hin zu kriegen und dabei glaubwürdig und griffig zu bleiben, das ist keine leichte Übung.“ Genau diese Übung meistern die Dänen auf TOO MANY TOO MUCH nun wirklich sehr gekonnt. Übrigens: Mit der Normalisierung der Pandemie hat Christian seinen „Treib“ nicht verloren. Die Songs für ein zweites Album, das schon Ende 2022 kommen soll, sind bereits geschrieben

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