Review: Rock The Kasbah

rock the kasbah filmGerade als wir dachten, Bill Murray könnte mit einem lakonischen Fünf-Minuten-Auftritt sogar den hundertzwölften „Transformers“-Teil erträglich machen, tritt der Altmeister in Regisseur Barry Levinsons Culture-Clash-Komödie den Gegenbeweis an. Das ist weniger Murrays Schuld – er spielt wie gewohnt mit lässigem Charme den grummeligen Loser-Typen, unter dessen rauer Schale ein goldener Kern lauert – als die von Drehbuch und Regie. Denn wenn hier die in der gleichnamigen Doku aufbereitete, wahre Geschichte der afghanischen DSDS-Variante „Afghan Star“ als Ausgangsmaterial genommen wird, bei der die Casting-Show als Protestplattform gegen die fundamentalistischen Ideologien der Taliban diente, wird schnell deutlich, dass Levinson jegliches Feingefühl für den Stoff fehlt. Murrays abgehalfterten Manager verschlägt es hier nach Afghanistan, wo er auf die Sangestalente eines einheimischen Mädels stößt und diese trotz kultureller Tabus und verzwickter Konflikte zum Superstar machen will. Zu flach in seinen Figuren, viel zu simpel in seiner Aussage und leider nicht einmal besonders witzig.

Rock The Kasbah
Tobis
4/10