Review: Suns Of Thyme – CASCADES

suns of thymePost-Retro-Soundcollagen.

CASCADES ist eine Gratwanderung. Irgendwo zwischen psychedelischem Classic Rock, Post Punk, Krautrock und neuen, so noch nie gehörten Rock’n’Roll-Sphären schwebt der mit geschmackvollen Synthesizern veredelte Brückenschlag des Berliner Quintetts. In diesem extrem spannenden Potpourri trifft der Hörer zwar auf etliche bekannte Zitate aus dem Schaffen von Household Names wie Can, Pink Floyd, The Smith, (alten) The Cult, The Cure und (bezogen auf Samples und Elektronik) Ladytron, jedoch ohne dabei an Plagiate denken zu müssen. Neben ihrem (fast) grenzenlosen Klangspektrum besitzen Suns Of Thyme die Gabe, all diese verschiedenen Inspirationen und progressiven Strukturen in packendem Songwriting zwischen dreieinhalb und sechs Minuten zu verschmelzen. Neben der innovativen Kombination klassischer und neuer Elemente glänzt CASCADES durch effektvolle, stets fokussierte und im Sinne der Komposition stehende Arrangements. Selbstverständlich darf auch eine potenzielle (Über-)Hitsingle nicht fehlen: ›Deep Purple Rain‹ besitzt exakt jenen Chic, um an Surfstränden rund um den Globus, bei Festivals, auf endlosen Autobahnfahrten und während Sonnenuntergängen der Song des Jahres zu werden.

Suns Of Thyme
CASCADES
NAPALM
8/10