Review: Lindsey Buckingham Christine McVie – LINDSEY BUCKINGHAM CHRISTINE MCVIE

buckingham mcvieDas heimliche neue Fleetwood-Mac-Album.

Seit Christine McVie 2014 zu Fleet­wood Mac zurückkehrte, brodelt die Gerüchteküche, denn Lindsey Buckingham ließ immer wieder in Interviews durchblicken, dass er und McVie gemeinsam komponieren. Damals war noch die Rede von einem neuen Album der Macs – jetzt veröffentlicht das Duo kurzerhand die Früchte der Zusammenarbeit unter dem Banner „Lindsey Buckingham Christine McVie“. Mit im Bunde sind an den Drums Mick Fleetwood und Basser John McVie. Warum die Scheibe nicht als neues Werk der Stammband in den Plattenläden, Download- bzw. Streamingportalen angeboten wird, ist schnell erklärt: Stevie Nicks wandelt aktuell wieder auf Solopfaden und ohne La Nicks hätte es nach der fulminanten Reunion nur zu viele Fragezeichen gegeben. LINDSEY BUCKINGHAM CHRISTINE MCVIE ist trotz der Abwesenheit von Stevie eine durch und durch starke (Fleetwood Mac)-LP, die mit ihren Songs irgendwo zwischen RUMOURS (1977), MIRAGE (1982) und Elementen von TANGO IN THE NIGHT (1987) den Hörnerv aller Mac-Fans treffen sollte. Die zehn Stücke sind herrlich unaufdringlich geschrieben und präsentieren zwei überragende Singer-/Songwriter im Herbst ihrer über die Dekaden und abseits von Strömungen erfolgreichen Karriere.

8/10

Lindsey Buckingham Christine McVie
LINDSEY BUCKINGHAM CHRISTINE MCVIE
EAST WEST RECORDS/WARNER