Review: Joe Bonamassa – LIVE AT THE GREEK THEATRE

bonamassa liveVerneigung vor den drei Kings: Albert, Freddie und B.B.

Der Workaholic setzt seine Tribute-Konzertreihe fort. Sie begann 2014 mit MUDDY WOLF AT RED ROCKS, nun folgt LIVE AT THE GREEK THEATRE. Zelebrierte Bonamassa vor zwei Jah­ren den Blues von Muddy Waters und Howlin‘ Wolf, feiert er nun die größten Hits von Albert, Freddie und B.B. King, darunter natürlich Ohrwürmer wie ›Born Under A Bad Sign‹ (Albert), ›Goin Down‹ (Freddie) und ›The Thrill Is Gone‹ (B.B.). Bonamassa spielt die Evergreens nicht einfach nur nach, sondern verleiht ihnen mit seiner elfköpfigen Band eine deftige Portion Swing. Drei Bläser und drei Sängerinnen (darunter Jimmy Barnes‘ Tochter Mahalia, die auch mal solo schmettern darf) machen aus den Bluestiteln komplex arrangierte Shownummern. Das mögen die Autoren nicht unbedingt im Sinn gehabt haben, doch die Bonamassa-Behandlung hat ihren Reiz, selbst wenn Trommler Anton Fig reinhaut, als säße er in einer Rockband. Sein Boss wechselt wieder von einer hochkarätigen Klampfe zur anderen, so präsentiert er etwa „Lucy“, die Flying V von Albert King aus der Samm­lung des Schauspielers Steven Seagal. Mithilfe dieser edlen Hölzer lässt der blonde Bluesstar quirlige Saitensoli vom Stapel, so dass auch Klampfen-Fans wieder voll auf ihre Kosten kommen.

7/10

Joe Bonamassa
LIVE AT THE GREEK THEATRE
PROVOGUE/MASCOT