Review: AC/DC – Maximum Rock‘n‘Roll

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Engleheart und Durieux gelten als große Fans – und noch größere Ex­­perten im AC/DC-Kosmos. Keine Über­­raschung also, dass ihr K­lassiker „AC/DC – Maximum Rock’n’Roll“ 2017 in einer aktualisierten Auflage erscheint. Schließlich erwiesen sich gerade die letzten Jahre bei den australischen Hardrock-Legenden als einschneidend. So wurde die umfassende Chronik über den steinigen Aufstieg einer Weltband um neue Abschnitte erweitert.

BLACK ICE markiert den Ausgangspunkt der wichtigsten Aktualisierungen: Der krankheitsbedingte Aus­stieg von Boss Malcom Young (dem die Neu­auflage gewidmet ist) ist genauso Thema wie Phil Rudds bizarre Eskapaden der letzten Jahre und die daraus resultierende Exkommunikation aus dem bodenständigen Bandgefüge. Auch der emotionslos wirkende Abschied von Brian Johnson wird diskutiert, dicht gefolgt von der wohl verrücktesten Laune der Rocknatur: Das letzte Kapitel befasst sich mit AXL/DC und der unsicheren Zukunft von Angus & Co.

Nicht nur ge­­währt Engleheart auf kurzweilige Weise intime Einblicke in die Welt einer öffentlichkeitsscheuen Gruppe, sondern beleuchtet ältere und jüngste Entwicklungen bei AC/DC aus einem berechtigt kritischen Blickwinkel. „Wird die Band, die dann weitermacht, wirklich noch AC/DC sein?“ Mit dieser Frage beendet er seine Neuauflage, und versetzt dem wissbegierigen Fan einen Stich ins Herz. Das Gleiche hat man sich schließlich in letzter Zeit selbst schon gefragt…

8/10

AC/DC – Maximum Rock‘n‘Roll
Von Murray Engleheart mit Arnaud Durieux
Heyne Hardcore