Plattensammler: Brian Downey (Thin Lizzy) über die Alben seines Lebens

brian downeyEr war es, der zusammen mit Phil Lynott und Eric Bell eine Rocklegende gründete. Brian Downey war der Ur-Schlagzeuger von Thin Lizzy. Im Oktober kommt er nach Deutschland, um mit seiner Band den Lizzy-Klassiker LIVE AND DANGEROUS in voller Länge auf die Bühnen zu bringen. Hier verrät er, welche Alben ihn inspirierten.

JOHN MAYALL
BLUES BREAKERS WITH ERIC CLAPTON (1966)


Das großartige „Beano“-Album brachte mich damals in den späten 60er Jahren erstmals zum Blues. Man muss einfach feststellen, dass Eric Claptons Spiel hier absolut superb ist! Und dann sitzt da noch Hughie Flint am Schlagzeug und gibt das Tempo vor!

B.B. KING
BLUES IS KING (1967)


Dieses Live-Album, das vor kleinem Publikum in Chicago aufgenommen wurde, zeigt B.B. in Bestform. Bei dieser Show sang und spielte er so emotional und mit so einer starken Leidenschaft, dass es mir eine Gänsehaut verpasst, wann immer ich die Platte höre. Drummer Sonny Freeman hält dazu alles zusammen wie kein Zweiter.

JIMI HENDRIX EXPERIENCE
ARE YOU EXPERIENCED (1967)


Als ich Hendrix‘ TV-Auftritt mit ›Hey Joe‹ sah, rannte ich gleich am nächsten Tag los und kaufte die Single. Einige Wochen später kam das Album raus und es war unfassbar. Mitch Mitchell am Schlagzeug spielt dermaßen unglaublich gut, dass es einem den Verstand raubt. Für mich hat diese Platte die Geschichte des Hardrock verändert, denn es erhob ihn zu einer echten Kunstform.

CREAM
FRESH CREAM(1966)


Ihre erste Single, ›Wrapping Paper‹, war eine echte Enttäuschung. Es sollte sich aber schnell heraustellen, dass ich mich nicht um ihre Qualitäten hätte sorgen müssen. Denn dieses Album wurde wirklich sehr gut, Clapton war wieder einmal unbeschreiblich. Zusammen mit Jack Bruce am Bass und Ginger Baker am Schlagzeug war das eine unglaublich innovative Band.

ALBERT KING
BORN UNDER A BAD SIGN (1967)


Unterstützt wurde Albert King auf dieser Platte von Booker T. And The MGs, der hauseigenen Session-Band von Stax. Die Rhythmus-Section bildeten damals Schlagzeuger Al Jackson Jr. und Donald „Duck“ Dunn am Bass. Fabelhaft! Hier findet man zahlreiche klassische Blues-Stücke wie ›The Hunter‹, ›Crosscut Saw‹ und einige mehr. Ein ganz klares Muss für alle Liebhaber der Blues-Gitarre.