Ian Dury & The Blockheads – DO IT YOURSELF

dury, ianWarten aufs Taxi: Londoner Original auf internationalem Höhenflug.

Platin geliefert hatte schon das Debüt NEW BOOTS AND PANTIES von 1977. Das Nachfolgewerk DO IT YOURSELF hakte zwei Jahre später gleichwertig nach, angeschoben vom internationalen Non-LP-Hit ›Hit Me With Your Rhythm Stick‹. Ian Dury, seit Kinderlähmung im Alter von sieben Jahren gehbehindert, erobert sich im Aufwind von Punk und New Wave mit skurrilem Image und schrägen Klamotten endlich jenen Status, den er schon als kauziger Frontmann der Pub-Rock-Truppe Kilburn And The High Roads einige Jahr zuvor anstrebte. Inszenierte sich Dury beim Erstling noch als Solist, so setzt der damals 35-Jährige nun mit seiner Truppe The Blockheads auf Arbeitsteilung: Fünf der insgesamt zehn Songs sind Gemeinschaftswerke, den Rest erledigt Dury im Gespann mit Keyboarder Chas Jankel. Als äußerst tanzbar zwischen Funk und Disco angelegt, geriert sich schon das Eröffnungstriumvirat ›Inbetweenies‹, ›Quiet‹ und ›Don’t Ask Me‹. Ian Durys Sprechgesang mit jeder Menge Wortwitz, Nursery-Rhyme-Style und provokanten Sozialanalysen im tiefstem Cockneyslang erweisen sich als so signifikant, dass sogar der schwierige amerikanische Markt in Angriff genommen wird. ›Waiting For Your Taxi‹ nimmt im Deep Groove die Unmöglichkeit unter die Lupe, in London nach Mitternacht ein leeres Taxi zu erwischen. Puren Nonsens transportiert ›Uneasy Sunny Day Hotsy Totsy‹. Alles andere als in den Schlaf wiegt der finale Reggae ›Lullaby For Francies‹. Wie schon das Original, erscheint auch die Neuauflage von DO IT YOURSELF im Tapetencover mit diversen Wechselmotiven.