Grave Pleasures – DREAMCRASH

grave pleasuresDunkle Zeitreise in die 80er.

Aus der Asche von Beastmilk, deren Debüt CLIMAX (2013) von Fans und Presse gleichermaßen gefeiert wurde, erheben sich Grave Pleasures und starten mit einem Major-Deal bei Sony gleich gut durch. Umbenannt hat sich die Band nach dem Ausstieg ihres Gitarristen Johann „Goatspeed“ Snell, doch musikalisch ist auf DREAMCRASH grob alles beim Alten geblieben, denn die Finnen agieren immer noch in der Schnittmenge von Post-Rock, Death-Rock, Gothic-Rock und Wave. Stilistisch standen Bands wie Joy Division, Misfits, frühe The Cure, Bauhaus oder Killing Joke Pate, wenngleich Grave Pleasures es schaffen, etwas Eigenes aus diesen Zitaten zu kreieren. Die Produktion des Longplayers ist angenehm roh gehalten, indem z.B. das Schlagzeug nicht überkomprimiert und mit Samples unterlegt ist und alles sehr offen und dynamisch klingt. Auch Hall scheint eine beliebte Soundingredienz der Finnen zu sein – remember the 80s? Highlights des insgesamt recht kohärenten Albums sind die Stücke ›Futureshock‹, ›Worn Threds‹ und ›Lipstick On Your Tombstone‹, nicht zuletzt wegen des kultigen Titels. Wer Beastmilk oder eine der genannten Bands schätzt, kommt auch bei DREAMCRASH auf seine Kosten!