Neuigkeiten zu: Devon Townsend

devin townsend @ erich saideAls Devin Townsend 2007 dem Musikgeschäft den Rücken kehren wollte, schien das ein Abschied auf ewig zu sein. Doch schon bald zeigte sich, dass der ehemalige Frontmann von Strapping Young Lad seine Finger nicht von der Musik lassen konnte. So arbeitete er als Produzent und häufte nebenbei eine Menge neues Material an, das er auf vier verschiedenen Alben veröffentlichen wollte: KI und ADDICTED erschienen 2009 als die ersten beiden Werke des Devin Townsend Project. Am 20. Juni folgen nun Streich drei und vier: DECONSTRUCTION und GHOST.

Die beiden Alben markieren viel mehr als nur Towns-ends Rückkehr auf die Bühne – sie sind auch das Manifest seines Lebenswandels. Denn der Kanadier wollte mehr Zeit mit seiner Familie verbringen und sich selbst wieder auf die richtige Bahn lenken. „Ich musste erst ein bisschen Abstand gewinnen, um zu erkennen, dass die meisten Probleme in meinem Leben meine eigene Schuld waren“, erklärt der 39-Jährige. Dieser Erkenntnis folgten weitere, z.B. auch, dass seine Kreativität nicht auf den Konsum von Marihuana zurückzuführen ist. Ganz im Gegenteil: Das Rauchen beeinträchtigte Townsend in vielerlei Hinsicht. „Man wird leicht paranoid“, gesteht er. „Deshalb habe ich mich damals vielen Dingen verschlossen.“ Das ist heute anders. Beim Hören der Quadrologie fällt sofort auf, dass man es nicht nur mit einer geballten Ladung Einfallsreichtum, sondern auch mit vier grundverschiedenen Platten zu tun hat. Das liegt an Townsends musikalischen Einflüssen, die von Metal über New Wave bis zur Klassik reichen. Die Vielfalt ist allerdings auch ein Resultat seiner unermüdlichen Entwicklung als Musiker: „Ich wollte experimentieren. Also habe ich versucht, meine musikalischen Einflüsse zu trennen. Hätte ich das komplette Material auf einer Scheibe verarbeitet, wäre es eine durchwachsene Erfahrung für den Hörer gewesen. So ist jedes der Alben für sich betrachtet einzigartig.“

Um seine Fans auch live von dieser Einzigartigkeit überzeugen zu können, hat sich Townsend etwas Besonderes einfallen lassen: Im November wird er jedem seiner vier Werke einen kompletten Abend in London widmen. Bis jetzt stehen die KI-Show am 10. und der GHOST-Gig am 13. November in der Union Chapel fest. Für alle, die keine Karte ergattern konnten, sollen die Konzerte auf einer Live-CD und -DVD festgehalten werden.