Review: A Pervert‘s Guide To Ideology

guide to ideology

Wahlweise zum enfant terrible oder zum Popstar der Philosophie ist Slavoj Zizek aufgestiegen, seine lautstarken, oft provokativen und immer unterhaltsamen Auseinandersetzungen mit aktuellem Zeit-geschehen und Popkultur haben ihm Fans und Gegner eingebracht. Wie bereits in dem Vorgänger „A Pervert‘s Guide To Cinema“ fächert Zizek einige fundamentale philosophische Fragen anhand seiner umfassenden Filmanalyse auf: „Sie Leben“, „Uhrwerk Orange“, „Taxi Driver“, „Full Metal Jacket“, „Titanic“ und „Der weiße Hai“ sind dabei nur einige der goldenen Kälber auf den Altaren von Hollywoods Filmtempeln, die Zizek als Beispiele für seine Thesen und Interpretationen nimmt. Beinahe überwältigend in seiner Ideendichte, packend in seiner intellektuellen Schärfe und stets mit humorvollem Augenzwinkern, ist Zizeks zweiter Crashkurs in neomarxistisch eingefärbter Filmanalyse ein Muss für alle Cineasten und Hobbyphilosophen – auch wenn man nach anderthalb Stunden der Zizek’schen Tour de Force mehr Fragen hat als zuvor. Aber das ist gut so.

8/10

A Pervert‘s Guide To Ideology
Absolut Medien