Rock-Mythen: Freddie Mercury – Chronik eines angekündigten Todes

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Rock-Mythen: Freddie Mercury – Chronik eines angekündigten Todes

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freddie mercury promoDer Planet Pop stand unter Schock: Vor 29 Jahren, am Morgen des 25. November 1991, ging die Meldung vom Tod des charismatischen Queen-Sängers Freddie Mercury um die Welt. Lange schon hatte es Gerüchte um eine AIDS-Erkrankung gegeben, nun waren sie zur traurigen Gewissheit geworden. Das Protokoll einer Tragödie.

Der Zeitpunkt war gekommen – Freddie Mercury, gerade erst 45 Jahre alt und Frontmann von Queen, einer der erfolgreichsten Rockbands der Welt, fügte sich in das Unvermeidliche. An einem Samstag, es war der 23. November 1991, ließ er ein persönliches Statement öffentlich verkünden: „Infolge vermehrter Spekulationen in der Presse während der letzten zwei Wochen möchte ich mitteilen, dass ich HIV-positiv getestet worden bin und AIDS habe. Ich habe es bislang für richtig gehalten, diese Information vertraulich zu behandeln, um so die Privatsphäre in meinem persönlichen Umfeld zu schützen. Nun aber ist der Moment für meine Freunde und Fans in aller Welt gekommen, die Wahrheit zu erfahren, und ich hoffe, dass ein jeder gemeinsam mit mir, meinen Ärzten und allen anderen in der Welt den Kampf gegen diese schreckliche Krankheit aufnehmen wird. Meine Privatsphäre hat mir immer sehr viel bedeutet, und ich bin bekannt dafür, kaum Interviews zu geben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich diese Strategie beibehalten möchte.“

Damit war klar: Freddie Mercury wür­de vermutlich bald sterben – und diese Pressemitteilung war nichts weniger als die Ankündigung seines Todes. Wohl jeder Beobachter wusste, dass der Queen-Sänger mit dem Schritt in die Öffentlichkeit die Flucht nach vorn angetreten hatte. Wie schlecht es um seine Gesundheit stand, hatte auch der optimistischste Fan nicht mehr übersehen können, als die „Sun“ genau ein Jahr zuvor ein aktuelles Foto des Stars veröffentlicht hatte, das einen sichtlich abgemagerten und zerbrechlich wirkenden Queen-Sänger gezeigt hatte.

„Es war klar: Freddie Mercury wür­de vermutlich bald sterben – und diese Pressemitteilung war nichts weniger als die Ankündigung seines Todes.“

Als die Band dann im September 1991 den Videoclip zu ihrer Single ›The Days Of Our Lives‹ veröffentlichte, war es nicht mehr zu leugnen: Freddie Mercury war – trotz grandioser Gesangsperformance und aufwendiger Maske – nur noch ein Schatten seiner selbst.

 

In den vorhergegangenen Clips aus dem Album INNUENDO, ›I‘m Going Slightly Mad‹ und ›Headlong‹ (das Video zum Titeltrack war eine visuell verfremdete Collage mit zum Teil altem Filmmaterial), war das noch nicht wirklich aufgefallen. Da hatte Freddie Mercury noch so vital und expressiv wie immer gewirkt, nun aber sah man einen blassen, dürren und schwachen Performer, der in der letzten Einstellung des Videos mit eindringlichem Blick und wie zum Abschied von seinem Publikum in die Kamera flüsterte: „I still love you!“

Seit AIDS 1981 offiziell als Krankheit klassifiziert und das HI-Virus zwei Jahre später zum ersten Mal isoliert worden war, hatte die Diagnose der Immunschwäche für den Patienten das unwiderrufliche Todesurteil bedeutet. Auch für Freddie Mercury. Gerüchte um eine Erkrankung hatte es schon lange gegeben. Im Oktober 1986 hatte die britische Presse gemeldet, dass sich der Queen-Sänger einem HIV-Bluttest un­­terzogen hatte, Mercury hatte das je­­doch dementiert. Seinem Lebensgefährten Jim Hutton zufolge soll der Sänger ihn im Frühling 1987 über die Krankheit informiert haben. In der Öffentlichkeit jedoch stritt Mercury die Infektion immer ab.

Fortsetzung auf Seite 2

4 Kommentare

  1. Dieser Artikel ist nicht ganz richtig. Klaus Nomi war eines wenn nicht sogar das erste prominente Aidsopfer, welcher schon 1983 an den Folgen des HIVirus verstarb.
    Ansonsten guter Artikel

  2. Warum findet in diesem Artikel eigentlich überhaupt keine Erwähnung, dass Joe Fanelli, Jim Hutton und sein engster Freund und Assistent Peter Freestone an seinem Sterbebett Wache gehalten und sich um ihn gekümmert haben? Mary hat einzig und allein zu dem Zeitpunkt nur durch Abwesenheit geglaenzt. Es regt mich auf, dass sie überall hervor gehoben wird, obwohl sie nichts dafür geleistet hat. Auch wenn Freddie ihr ein Großteil seines Vermögens vermacht hat, sind für mich die wahren Freunde von Freddie und echten Helden diejenigen, die in diesem Artikel leider überhaupt keine Anerkennung bekommen.

  3. Freddie Mercury ist einfach durch Nichts und Niemanden zu ersetzen, so komplex und exaltiert war seine Außenwirkung.
    Zum Glück versucht der neue Sänger von Queen, Adam Lambert, nicht einmal im Ansatz, dieses“ crazy little idol, called Freddie“, zu kopieren, zumal Mr. Lambert intelligent genug ist, den sich immer wieder bewahrheitenden Spruch zu kennen: „Oft kopiert – nie erreicht“! – Lassen wir Freddie nun in jenen Sphären verweilen, wo es gilt, dem ewigen Exzess zu frönen!
    Mach´s gut, Legende! – Und Ende…

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