ELVIS PRESLEY: Der Messias

DER PAKT MIT DEM TEUFEL, DER HOT DOGS VERKAUFTE

Wir befinden uns wieder zurück in 50er Jahren, im Jahr 1955, um genau zu sein. Die Aufnahmen für Sun Records haben ein erstes Spotlight auf den jungen Sänger geworfen. Im Amphitheater des Overton Parks in Memphis gibt Elvis Presley, begleitet von Bill Black und Scotty Moore, sein erstes Konzert. Im Publikum kommt es zu tumultartigen Szenen.

Weitere Club-Gigs in Memphis und Umgebung folgen. Parallel dazu touren Scotty Moore und Bill Black mit dem frisch dazu gekommenen Drummer D.J. Fontana und ihrem Zugpferd Elvis Presley durch die Südstaaten und treten unter anderem mit dem Countrysänger Hank Snow, Bill Haley, Pat Boone und Buddy Holly auf. Nicht nur lokalen Nachwuchsmusikern, auch etablierten Künstlern stiehlt Elvis mit seinen Blue Moon Boys immer wieder die Show. Der Frontmann hinterlässt bleibenden Eindruck.

Andere Sänger beginnen, seinen Stil zu kopieren. Noch aber ist der charismatische Rocker nur im Süden bekannt. Da wird Elvis von einem gewissen Colonel Parker für die „Canadian Singer Show“ gebucht. Am 18. August desselben Jahres wird Parker Presleys offizieller Manager und wird es bis zum Tod des Sängers bleiben. Nur drei Monate später wechselt Elvis auf Vermittlung Parkers von Sun Records zum Plattenriesen RCA. 40.000 Dollar erhält Sam Phillips dafür, damals ein unerhörter Betrag. Von nun an geht alles schnell.

Parker ist mit allen Wassern gewaschen, ein erfahrener und gerissener Geschäftemacher mit proto-kriminellen Zügen und entschlossenem Willen. Er liebt Geld, den Erfolg, und er erkennt das Potenzial, das in dem talentierten Landei aus Tupelo schlummert. Denn der als Andreas Cornelius van Kuijk in Breda, Holland, geborene Colonel Thomas Andrew Parker hat bereits eine eigene Karriere hinter sich, die geradezu irrwitzig ist und ihn gelehrt hat, zuzugreifen, wann immer sich eine Chance ergibt.

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