Review: The White Buffalo – LOVE AND THE DEATH OF DAMNATION

white buffalo loveErstklassige Americana-Stories mit „Sons Of Anarchy“-Gütesiegel.

Es ist eine Frage, die heute alle Musiker beschäftigt: Wie kriege ich meine Songs in Zeiten des Musicbiz 2.0 überhaupt noch zum Konsumenten? Für Jake Smith alias The White Buffalo lautet die Antwort: Erst bringt man sie in der Erfolgsserie „Sons Of Anarchy“ unter, dann freut man sich über Millionen von Streams auf Spotify und Co. Dabei zelebriert der Amerikaner auch auf seinem fünften Album klassisches Außenseiter-Singer/Songwritertum auf den Spuren von Townes Van Zandt oder Steve Earle, wenn er mit fesselndem Erzähltalent große Geschichten vom kleinen Mann schreibt und trotz der Fokussierung auf die Texte auch musikalisch alles andere als eintönig klingt. So bleibt ihm zwischen mit viel Gelassenheit perfekt inszenierter Americana-Kratzbürstigkeit und heimeligem Alt-Country-Twang viel Platz für Ausreißer wie die Mariachi-Bläser bei ›Chico‹ oder ein vom Jazz geküsstes Trompetensolo in ›Last Call To Heaven‹, um seinen Charakteren bei ihrem Kampf mit den alltäglichen Widrigkeiten noch mehr Tiefgang zu verleihen.

The White Buffalo
LOVE AND THE DEATH OF DAMNATION
EARACHE/ADA-WARNER
7/10