Reviews: Oddland – The treachery of Sense

Ein bisschen zu viel von allem.

In Finnland gibt es die höchste Dichte an Metal-Musikern auf der Welt und im Schnitt können sie alle verdammt gut spielen. Dass es auch verdammt gute Sänger da oben gibt, nun, Oddlands Sakari Ojanen ist ein gutes Beispiel dafür. Der Mann hat den Mike- Patton/Maynard-James- Keenan-Vibe perfekt drauf, seine Band-Kollegen schrauben dazu vertrackte Polyrhythmen und proggige Riffs zusammen. Leider wird das Ganze auf THE TREACHERY OF SENSES nicht größer als die Summe der offensichtlich technisch makellosen Teile. Zu dick der Pathos, wenn’s denn mal episch werden soll, zu uninspiriert so manches, was in den „gefühligen“ Parts für Längen sorgt. Dazu eine dieser modernen Produktionen, die mir einfach zu laut und zu klinisch ins Ohr brüllt. Hier will uns eine junge Band auf Teufel komm raus zeigen, was sie draufhat Fans von Dream Theater bis Tool dürfen mal reinhören, ich warte lieber, bis die Herren entdecken, das Musik auch eine Seele braucht.